Ja, die guten alten Zeiten! In den 1970er-Jahren musste ein durchschnittlicher Angestellter in etwa 20 Jahresgehälter auf die Seite legen, um sich im Zentrum einer italienischen Stadt eine Wohnung zu kaufen – auch in Bozen. <BR /><BR />Und heute? Da kann Frau oder Herr Durchschnitt bis zur Pensionierung sparen, und selbst dann geht es sich mit den eigenen 4 Wänden nur ganz knapp aus. Nach einer aktuellen Studie des italienischen Crowdfunding-Unternehmens Ener2Crowd für Umwelt- und Energiekredite haben Arbeiter und Angestellte nur mit 40 Jahresgehältern in der Hand noch eine Chance auf dem Markt der Eigentumswohnungen. <BR /><BR />Für die Untersuchung beleuchtete die Studie den Immobilienmarkt in 107 italienischen Städten von Nord bis Süd, wobei die Sparmöglichkeiten, die durchschnittlichen Immobilienpreise im März 2023 und die durchschnittliche Dauer bis zum Kauf einer 100-Quadratmeter-Immobilie berechnet wurden.<BR /><BR />Das eher entmutigende Ergebnis der Berechnungen: Vor allem für jüngere Menschen rückt der Traum vom Eigenheim in immer weitere Ferne. Wer ihn trotzdem mit selbst erarbeitetem Geld verwirklichen will, muss sich praktisch ein Leben lang verschulden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="888434_image" /></div> <BR /><BR />Das gilt leider ganz besonders für Bozen, das unter den 107 untersuchten Städten den unerfreulichen Spitzenplatz erobert. Wer sich in der Landeshauptstadt in zentraler Lage eine Wohnung leisten will, muss nach den Daten von Ener2Crowd im Durchschnitt 63,1 Jahre arbeiten. Damit hängt Bozen sogar die Metropole Mailand ab, wo die eigene Unterkunft nach 50,3 Arbeitsjahren abbezahlt ist; in der Hauptstadt Rom reichen 43,7 Jahresgehälter. <BR /><BR />Wer richtig flott zum Eigenheim kommen will, könnte sich in Biella oder Caltanisetta niederlassen, wo eine passable Unterkunft für 60.900 bzw. 69.200 Euro zu haben ist; dieses Geld lässt sich in 9,6 bzw. 12,4 Arbeitsjahren zusammenkratzen. <BR /><BR />Auch der regionale Vergleich zeigt, dass der Weg zum Eigenheim in Südtirol lang und steinig ist. Mit 50 Jahren für die Finanzierung belegt Trentino-Südtirol Spitzenplatz, und hierzulande ist es sogar teurer als im gefragten Aostatal (43,7 Jahre) und in der heiß begehrten Toskana (40,7 Jahre). Auf den letzten 3 Plätzen dieser speziellen Rangliste liegen Umbrien, Molise und Kalabrien mit 18,5, 16,8 bzw. 16,7 Arbeitsjahren.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR />