„Es gab Kinder, die wollten nach ihrer Entlassung nicht nach Hause gehen. Zu gut hat es ihnen gefallen, im Krankenhaus zu spielen“, erzählt Krankenschwester Crisitna Neri vom Betreuungsprogramm während der Schulferien im Bozner Krankenhaus. Denn während die jungen Patienten auf der pädiatrischen Abteilung betreut werden, gehen sie auf die Krankenhausschule und müssen zum Teil auch die Ferien im Krankenhaus verbringen. <BR /><BR />Mit dem Projekt „Spielen im Krankenhaus“ will der VKE als Trägerorganisation, den 0- bis 14-jährigen Patienten durch eine spielerische Freizeitbetreuung die Ferien gestalten – kostenlos. Auf spielerische und kreative Art und Weise: „Durch das freie Spielen werden die Kinder selbst in die Gestaltung des Tagesprogramms mit eingebunden“, erklärt VKE-Direktorin Angelika Stuefer. <BR /><BR />Dabei sei jeder Tag bunt und verschieden: „Anders als in Schulen weiß die Betreuungsperson am Anfang des Tages nicht, welche und wie viele Kinder teilnehmen werden, da es jedem Kind frei steht, ob und wie lange es mitmachen möchte. Die Aktivitäten entwickeln sich je nach Anzahl und Altersgruppen der Kinder im Laufe des Tages. Durch freies Spielen fördern wir auch die individuelle Entfaltung der Kinder“, so Stuefer.<h3> „Oder einfach einen Moment durchatmen“</h3>Von 8.30 Uhr bis 17 Uhr ist das für Spielaktivitäten umfunktionierte Klassenzimmer der Krankenhaus-Schule für die Kinder während der Schulferien geöffnet. „Den Kindern, die ihr Bett nicht verlassen können, bringen wir Bücher, Bastelsachen und Co. direkt ans Bett“, erklärt Projektleiterin Giada Tuffanelli. Neben den Kindern finden auch Eltern Gefallen am Programm. „Sie können sich mit Gleichgesinnten austauschen oder einfach einen Moment durchatmen, während das Kind spielt. Natürlich unterstützen uns manchmal auch die Eltern bei der Betreuung der Kinder“, so Tufanelli.<BR /><BR />Eine der größten Herausforderungen sei laut Miriam Rubino, Koordinatorin des Projekts, das passende Personal zu finden. „Die pädagogische Fachkraft muss all das mitbringen, was beispielsweise auch ein Betreuer einer Sommerwoche im Gepäck haben sollte – nur stärker ausgeprägt. Äußerst sensibel und empathisch sein, auf den richtigen Umgang und Sprachgebrauch gegenüber den Kindern achten. Denn schlussendlich werden teilweise schwer kranke Kinder betreut. Dafür ist ein entsprechendes Bewusstsein erforderlich“, weiß Rubino.