Freitag, 10. Juli 2015

Spielend lernen: Grundschüler bei "Sapientia ludens"

Rund 80 Grundschüler haben in dieser Woche an der Sommerakademie "Sapientia ludens" teilgenommen. Die Ergebnisse der Workshops zur Begabtenförderung – organisiert von der Fachstelle für Inklusion und Gesundheitsförderung am Deutschen Schulamt – präsentierten die Schüler am Freitag im Rahmen einer Abschlussfeier.

Sind Seifenblasen immer rund, oder gibt es auch eckige? Diese Frage stand unter anderem beim Workshop "Geometrie und Technik" auf dem Programm.
Badge Local
Sind Seifenblasen immer rund, oder gibt es auch eckige? Diese Frage stand unter anderem beim Workshop "Geometrie und Technik" auf dem Programm. - Foto: © LPA

Roboter bauen, die Farben erkennen und Legosteine einsammeln können: Das war nur eine der vielen Herausforderungen, denen sich die Grundschüler während dieser Sommerakademie-Woche auf Schloss Rechtenthal in Tramin und an der Fachschule für Haus- und Forstwirtschaft "Salern" in Vahrn stellten.

Dass es mit der richtigen Einstellung und dem nötigen Einsatz gar nicht einmal so schwer ist, beeindruckende Ergebnissen zu erzielen, stellten sie im Laufe der Woche mit Genugtuung fest.

Kreatives Schreiben aus verschiedenen Blickwinkeln

Aus insgesamt sieben Workshops konnten die teilnehmenden Kinder ein passendes Thema für sich auswählen. Großen Zuspruch fand unter anderem der Workshop zu Sprache und Medien mit dem Arbeitstitel "Du hast angefangen - Nein du!", bei dem der Schwerpunkt dieses Jahr auf den Erzählperspektiven lag.

Das Schreiben machte den Teilnehmern des Workshops sichtlich Spaß, und da die Arbeitszeiten viel zu kurz waren, kratzten die Federn auch in den Pausen und Nächten über die Seiten der Schreibtagebücher. Die Kinder versetzen sich in die Rolle aller Figuren und überlegten, wie sie ein und dieselbe Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erleben können. Die spannendsten Geschichten wurden verfilmt - auch aus der Frosch- oder Vogelperspektive.

Am Montag Start für Mittelschüler

Eine andere Gruppe war "Den Wundern der Natur auf der Spur": Die Schüler züchteten dort unter anderem Pilze und Bakterien. Im Rahmen eines weiteren Workshops beschäftigte sich eine Schülergruppe mit "Geometrie und Technik" und ging der Frage nach, ob man eckige Seifenblasen herstellen kann und wie ein Windrad genau funktioniert. Im Workshop "Träume und Wünsche kreativ gestalten" befassten sich die Kinder mit verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Phantasie - unter anderem mit dem Basteln und dem Schreiben.

Schulamtsleiter Peter Höllrigl war bei der Abschlussfeier der "Grundschul-Woche" am Freitag anwesend und freute sich über die rege Teilnahme: "Hinter gelingendem Lernen stehen Zeit, Raum und erwachsene Menschen, die Lernanlässe schaffen. Das Wichtigste aber sind die jungen Leute, die solche Situationen suchen, die die Neugier und den Ehrgeiz haben, sich diesen Lernreizen zu stellen und daran zu wachsen."

Für Mittelschüler starten die Workshops der Sommerakademie ab nächstem Montag, 13. Juli: Rhetorik, "erlebte Antike", mathematisch-technische Themen und vieles mehr stehen dann auf dem Programm.

lpa

stol