Körperliche Betätigung und Sport seien entscheidende Gesundheitsfaktoren, gerade in Zeiten wie diesen, in denen psychosomatische Störungen und Zivilisationskrankheiten zunehmen, so die Sprecher des VSS."Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO spart jede körperlich aktive Person 500 Euro pro Jahr an Kosten für das Gesundheitssystem. Deshalb sollten Sport und Bewegung in Beruf und Freizeit gefördert werden."Studien würden zudem belegen, dass nicht-aktive Menschen ein Vielfaches an Gesundheitskosten im Vergleich zu Sportunfällen verursachen."Kurz: Nicht die Sportausübung, sondern die Nicht-Sportausübung verursacht die hohen Gesundheitskosten." Was ist ein Risikosport?Auch das Argument, dass nur Risikosportarten betroffen sein sollen, sei kaum haltbar. Man müsse klar definieren, was genau sich als Risikosport qualifiziert."Sind das jene Sportarten, die bei einem Unfall im Einzelfall viel kosten oder jene, die von den meisten Menschen betrieben werden und somit statistisch auch die meisten Unfälle aufweisen?", fragt sich der Verband.Eine verpflichtende Versicherung würde viele Menschen eher vom Sport und von körperlicher Betätigung abhalten, und dies sei ein völlig falsches Signal. Vielmehr müsse es das Ziel sein, eine aktive Gesellschaft zu fördern. Abgesehen davon, dass Sport ein bedeutender Wirtschaftsfaktor auch für Südtirol sei, sei auch der sozialintegrative Charakter insbesondere des organisierten Sports, des Vereinssports wichtig."Der Verband der Sportvereine Südtirols spricht sich aus all diesen Gründen gegen eine allgemeine, verpflichtende Unfallversicherung für den Freizeitsport aus."Der VSS plädiere vielmehr dafür, die sportliche Betätigung der Menschen als Teil des Lebensstils noch stärker zu fördern. Er sei bereit, solche Projekte mitzutragen.liz