Seit Jahren beschäftigt die notwendige Sanierung der Sportzone von Klausen nicht nur die Gemeinde – auch der Sportverein und die Bürger warten auf eine Umsetzung, denn vor allem das Hauptgebäude ist veraltet. Hier gibt es einen Einblick in den aktuellen Stand der Dinge. <BR /><BR />Seit gut 10 Jahren steht die Sanierung des Sportzone der Gemeinde Klausen auf der Agenda der Verantwortlichen, gewünscht und gefordert auch vom Sportverein und den Bürgern selbst. Es besteht Einigkeit über die Notwendigkeit, das in die Jahre gekommene Hauptgebäude zu erneuern und die 3 Bereiche Schwimmbad, Fußball- und Tennisplätze über eine einzige Struktur zugänglich zu machen. <h3> Die Kritikpunkte</h3> Das dem Gemeinderat Ende 2022 vorgelegte Raumprogramm <BR /> sah Baukosten von rund 7 Millionen Euro vor und wurde abgelehnt. Einer der Kritikpunkte war - neben den hohen Kosten - die damals angedachte Möglichkeit, eine Verbindungsstraße zum Bahnhof im Programm zu verankern. Auch die Ansiedlung einer Handelsfläche auf dem Gelände selbst wäre vorgesehen gewesen. Gerade die letzten beiden Punkte stießen auf viel Kritik. <BR /><BR />Wie geht es nun weiter? Gemeinde und Sportverein stehen in Kontakt, zuletzt gab es mehrere Treffen zwischen Bürgermeister Peter Gasser, dem Sportreferenten der Gemeinde, Arthur Unterfrauner sowie Alexa von Lutz und Martin Kusstatscher als Vertreter des Sportvereins Klausen. „Wir sind auf einem guten Weg“, erklärt Bürgermeister Gasser. Gemeinsames Ziel sei die Machbarkeit des Projekts, „wir streben eine schlanke, funktionale und finanzierbare Lösung an“, so Gasser. „Wir müssen die Sportzone nicht neu erfinden.“ Die beiden genannten Kritikpunkte Verbindungsstraße und Handelsfläche sind kein Thema mehr, so Gasser. Und: „Für den Sportverein ist es wichtig, dass die in die Jahre gekommene Bausubstanz saniert wird und sich endlich etwas tut“, erklärt Martin Kusstatscher. <h3> Hauptgebäude als Dreh- und Angelpunkt</h3>Die Technikerin Gerlinde Prugg wurde wiederum beauftragt, ein reduziertes Raumprogramm zu erstellen. „Ein Raumprogramm gibt vor, was gemacht werden kann und in welchem finanziellen Rahmen sich die Planer dann bewegen können, es sozusagen eine Art Einkaufsliste“, erklärt sie. Eine erste Berechnung der Gesamtkosten liege nun zwischen 4,5 und 5 Millionen Euro, so Prugg. Das Programm sieht ein Hauptgebäude als Dreh- und Angelpunkt vor, in dem ein gastronomischer Ganzjahresbetrieb (Bistro) mit etwa 80 bis 90 Plätzen untergebracht werden sollen. Neu wären auch Kabinen für Tennis und Schwimmbad sowie der Eingangs- bzw. Kassenbereich. <BR /> „Das bestehende Gebäude muss dafür nicht unbedingt abgerissen werden, sondern könnte auch saniert werden“, sagt Prugg. <BR /> Noch in dieser Woche, so Bürgermeister Peter Gasser, soll das Raumprogramm der Gemeinde Klausen vorliegen, der Gemeinderat wird in einer seiner nächsten Sitzungen darüber entscheiden. Das Projekt wird dann EU-weit über eine Dienstleistungsvergabe ausgeschrieben.<BR /><h3> <b>Ein Blick zurück: Die Vorgeschichte</b></h3> Ende November 2022 hat der Gemeinderat von Klausen die von der Architektin Gerlinde Prugg (Planungsbüro Plan Werk Stadt) aktualisierte Version eines 2018 vom Rat genehmigten Raumprogramms für eine Sanierung der Sportzone in der Gemeinde Klausen mehrheitlich abgelehnt. Das damals vorgelegte Raumprogramm sah auf dem rund 30.000 Quadratmeter großen Areal einen großen und einen kleinen Fußballplatz sowie einen Tennisplatz vor. Weiters waren ein Gebäude für Sanitäranlagen, Umkleideräume, Vereinsräume, ein Büro sowie eine 580 Quadratmeter große bebaubare Fläche für eine Ganzjahres-Gastronomie vorgesehen. Die geschätzten Kosten beliefen sich auf rund 7 Millionen Euro. Nach einer lebhaften Diskussion im Gemeinderat enthielten sich 10 Gemeinderäte der Stimme, ein Gemeinderat stimmte dagegen, 7 Gemeinderäte waren dafür. Gerlinde Prugg wurde von der Gemeinde beauftragt, eine reduzierte Version auszuarbeiten. <Rechte_Copyright></Rechte_Copyright>