15 Gemeinderäte stimmten dafür, 14 waren dagegen und ein Rat enthielt sich der Stimme. Die Leiferer Gemeinderatsmitglieder wurden am Mittwoch über die aktuelle Machbarkeitsstudie für die geplante Erweiterung der Sportzone Galizien informiert. Den Einblick gewährte Bürgermeisterin Liliana Di Fede, bekanntlich eine der größten Befürworterinnen des Vorhabens. Dementsprechend nutzte sie neuerlich die Gelegenheit, ordentlich die Werbetrommel für das Großprojekt zu rühren. „Das Projekt wäre für die Entwicklung von Leifers von großer Bedeutung“, sagte Di Fede. Oder: „Es wäre eine Möglichkeit der Neu-Positionierung, eine Chance in Zukunft mit dem Thema Sport in Verbindung gebracht zu werden und damit endlich das Image der Satellitenstadt ablegen zu können.“ Was folgte war die erwartete Diskussion. In zahlreichen Wortmeldungen wurde Für und Wider abgewogen. Paolo Castelli von der Bewegung „5 Stelle“ brachte neuerlich die Mülldiskussion zur Sprache, Daniele Inguscio (PdL) stellte fest, dass die Gemeinde aus Sicht des Beamtenapparates nicht die Kapazitäten habe dieses Vorhaben umzusetzen. Da es sich zum Großteil um öffentliche Einrichtungen handeln würde, wäre es eine Zone von Landesinteresse. Sein Fraktionskollege Christian Bianchi ließ in seiner Wortmeldung die Geschichte des Projektes Revue passieren. Er konnte sich dabei auch eine Breitseite gegen den Präsidenten des FC-Südtirol, Walter Baumgartner, nicht verkneifen. „Als Kaufleutedirektor hat er sich jahrelang gegen Einkaufszentren zur Wehr gesetzt, jetzt ist er plötzlich ein Verfechter“, sagte Bianchi. Er kritisierte vor allem die Vorgangsweise der Verwaltung, die vor der Behandlung im Gemeinderat mit dem Land ein Einvernehmensprotokoll unterschrieben hat, in dem sich die Stadt verpflichtet das Vorhaben voranzutreiben. Gegen das Projekt sei er keineswegs, aber nicht unter den aktuellen Voraussetzungen. Bianchi forderte neuerlich, wie seit jeher, dass das Land die Umsetzung des Vorhabens in die Hand nehme. SVP-Gemeinderat Christoph Inama machte ordentlich Werbung für das Gesamtprojekt. „Wir diskutieren heute über etwas das Leifers verändern kann. Dies ist die letzte Chance für die kommenden 20 Jahre“, sagte Inama. Anderer Meinung war Robert Tezzele, ebenfalls von der SVP. Sei ursprünglich von einer Fläche in der Größe von fünf Hektar die Rede gewesen, „sind daraus mittlerweile 20 Hektar geworden. Unklarheit herrscht auch bei der Finanzierung“, sagte Tezzele. Weitere Wortmeldungen folgten, bis schlussendlich kurz vor Mitternacht zur Abstimmung geschritten werden konnte. fin/D