Freitag, 24. Februar 2017

Sprach- und Bürgerkundekurse für Migranten

Im März beginnen erneut Italienisch-, Deutsch- und Alphabetisierungskurse für Migranten aus Nicht-EU-Ländern. Insgesamt 56 Sprach- und Bürgerkundekurse stehen an.

Für Migranten werden Kurse angeboten.
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Für Migranten werden Kurse angeboten. - Foto: © LaPresse

Im März beginnen erneut Italienisch-, Deutsch- und Alphabetisierungskurse für Migranten aus Nicht-EU-Ländern im Rahmen des Projekts "Konsolidierung des soziolinguistischen und territorialen Integrationsprozesses", das die Abteilung Italienische Kultur, das italienische Schulamt und die Abteilung Deutsche Kultur des Landes gemeinsam unterstützen.

Es handelt sich um eine Initiative des Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (FAMI), das vom Innenministerium mitfinanziert wird.

Genehmigt und finanziert 

Dank der Genehmigung und Finanzierung der neuen Ausgabe dieses Projekts werden ab März dieses Jahres auf dem gesamten Landesgebiet 40 Italienischkurse (in den Sprachniveaus A1 und A1), 9 Deutschkurse (Sprachniveaus A1 und A2) sowie 7 Alphabetisierungskurse für Nicht-EU-Bürger über 16 Jahren und Personen mit internationalem, subsidiärem oder humanitärem Schutzstatus angeboten. Ziel der Kurse ist die Entwicklung von Kompetenzen in den vier sprachlichen Bereichen (Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben) durch eine Unterrichtsmethodik, die auf dem kommunikativen Ansatz basiert.

Die Kurse beinhalten auch soziolinguistische bzw. bürgerkundliche Elemente, bei denen auf soziale und interkulturelle Aspekte eingegangen wird. Vorgesehen sind auch Treffen, die die Vereinigung Nissà Frauen organisiert.

Auf diese Weise wird das Erlernen der Sprache durch die Kenntnis des Territoriums, der Dienste und der Einrichtungen ergänzt und erleichtert. Dabei haben die Treffen drei unterschiedliche Bereiche zum Inhalt: die Arbeitswelt, Frauen und Mütter sowie Integration.

Kurse sind kostenlos 

Die kostenlosen Kurse finden dreimal pro Woche im Zeitraum zwischen März 2017 und Februar 2018 statt und sind auf den ganzen Tag verteilt, sodass sie auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sind. Damit ein Kurs zustande kommt, müssen sich – abgesehen von anderweitigen Regelungen für die Gebiete in der Peripherie – mindestens 12 Teilnehmer anmelden.

Fortgesetzt werden auch die Italienischkurse für Mütter von Kindern in einigen Grundschulen des Landes (Schulsprengel Bozen 2, Bozen 4, Unterland und Sterzing). Diese zielen darauf ab, den Müttern die Mindestkompetenzen zu verleihen, ihre Kinder auf ihrem neuen Lebensabschnitt zu begleiten und ihnen die Orientierung im Rahmen der schulischen Organisation und Verwaltung zu erleichtern.

Ein neues Angebot sieht vor, dass Personen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit geboten wird, Weiterbildungskurse zu besuchen. Dazu werden 20 Gutscheine für Kurse der eigenen Wahl zur Verfügung gestellt.

Vorgesehen ist außerdem die Einrichtung eines Infoschalters für Migranten im Sozialsprengel Leifers, um die bestehenden Dienste zu vernetzen und die Integration zu erleichtern.

lpa/stol

stol