Nach ersten Erkenntnissen war die Feuerwehr gegen 4.40 Uhr alarmiert worden, nachdem ein Wohnhaus in Brand geraten war. Kurz darauf meldeten Anwohner mehrere laute Knallgeräusche und mutmaßliche Schüsse.<BR /><BR />Schwer bewaffnete Einsatzkräfte waren in dem normalerweise sehr ruhigen Viertel am Rande Münchens unterwegs. Die Polizei ordnete einen Evakuierungsradius von 200 Metern rund um das brennende Gebäude an, der von den Anwohnern geräumt werden sollte. Auch eine Mittelschule wurde gesperrt. Die Feuerwehr war nach Angaben eines Sprechers mit etwa 100 Mann vor Ort.<BR /><BR />In der Nähe des Lerchenauer Sees entdeckten Einsatzkräfte eine männliche Leiche mit Schussverletzungen <b> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/grosseinsatz-der-polizei-bei-muenchen-schuesse-und-ein-toter-laut-medienberichten" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier mehr dazu). </a></b><BR /><BR />Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den mutmaßlichen Verursacher. Er soll das nur wenige Minuten entfernte Wohnhaus – offenbar sein Elternhaus – mit Sprengsätzen präpariert und anschließend in Brand gesetzt haben, bevor er sich selbst das Leben nahm.<h3> Anrainer: „Es wird alles evakuiert“ </h3> „Bin gegen circa fünf Uhr aufgewacht, weil es ein paar Mal gescheppert hat“, sagte ein Anrainer. „Ich bin aufgestanden, habe nachgeschaut, und dann hat's gebrannt.“ Eine weitere Anrainerin berichtete von einer beißenden Rauchwolke, der Brandgeruch war weithin wahrnehmbar. Noch Stunden später war der Rauch aus der Ferne zu sehen. „Es wird alles evakuiert, die ganze Straße“, sagte eine Frau. <BR /><BR /><BR />Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen. Die Polizei bittet die Bevölkerung, den Bereich weiträumig zu meiden. „Aktuell ermitteln wir in alle Richtungen. Mögliche Zusammenhänge mit anderen Orten in München werden geprüft, darunter auch die Theresienwiese“, heißt es in einer Mitteilung der Exekutive. <BR /><h3> Oktoberfest: Öffnung verzögert sich – Absuchmaßnahmen um Festgelände </h3>„Aufgrund einer unspezifischen Sprengstoffdrohung im Zusammenhang mit dem Einsatz im Münchner Norden wird das Festgelände auf der Theresienwiese vorerst bis 17 Uhr nicht geöffnet,“ teilte die Polizei mit. In den zufahrtsbeschränkten Bereichen um das Festgelände finden indes Absuchmaßnahmen statt.