Donnerstag, 09. September 2021

SRJ: Jugendliche bei Entwicklungsprogramm beteiligen

Zahlreiche Südtiroler Gemeinden sind derzeit damit beschäftigt, für ihr Gebiet das Gemeindeentwicklungsprogramm als langfristiges Planungsinstrument zu erarbeiten. Der Südtiroler Jugendring (SJR) fordert, dass auch Jugendliche bei der Erarbeitung dieses Programms beteiligt werden sollen und bietet hierbei Unterstützung.

Laut SJR sollen Jugendliche bei der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms miteinbezogen werden.
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Laut SJR sollen Jugendliche bei der Erarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogramms miteinbezogen werden. - Foto: © Peter Grund
Das Gemeindeentwicklungsprogramm beinhaltet räumliche und sozioökonomische Entwicklungsziele zur Deckung des Wohnungsbedarfs und zur Ausübung von wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen sowie Sport- und Freizeittätigkeiten, ein Mobilitäts- und Erreichbarkeitskonzept, ein Tourismusentwicklungskonzept und vieles andere mehr. Gemäß Art. 51 des Gesetzes Raum und Landschaft ist es unter Beteiligung der Bürger, der Verbände und der Interessensgruppen zu erarbeiten.

Der SJR erinnert daran, wie wichtig es sei, hierbei auch Jugendliche zu beteiligen. „Die Entscheidungen, die in den Entwicklungsprogrammen getroffen werden, betreffen maßgeblich auch die jungen Gemeindebürgerinnen und –bürger sowie deren Zukunft. Daher ist deren Partizipation notwendig und sinnvoll“, erklärt Tanja Rainer, SJR-Vorsitzende.

Damit die Beteiligung der jungen Menschen bestmöglich gelingt, hat sich unter anderem die Gemeinde Taufers im Münstertal durch den SJR unterstützen lassen. Im Rahmen eines Workshops konnten die Jugendlichen Vorschläge einbringen, wie sich aus ihrer Sicht die Gemeinde in den nächsten Jahrzehnten entwickeln soll.

„Dieser jugendgerecht gestaltete, professionell strukturierte Workshop war äußerst wertvoll für die Gestaltung des Gemeindeentwicklungsprogramms und hat uns aufgezeigt, dass es Expert*innen für die Beteiligung von Jugendlichen braucht“ bedankte sich Marlene Fliri, Gemeindejugendreferentin, beim SJR.

Die Beteiligung der Jungen ist zudem auch im Regionalgesetz vorgesehen. Mit Regionalgesetz vom 22. Dezember 2004, Nr. 7 wurden die Gemeinden verpflichtet Formen der Partizipation von minderjährigen Jugendlichen vorzusehen. Zudem wurde den Gemeinden die Möglichkeit eingeräumt bei Referenden und Volksbefragungen auf Gemeindeebene bereits 16-Jährige abstimmen zu lassen.

„Es geht darum, dieser gegenüber Kindern und Jugendlichen bestehenden Verantwortung bestmöglich nachzukommen“ nimmt Peter Grund, Leiter der SJR-Abteilung Partizipation, Stellung. „Entscheidungsträger*innen, insbesondere auch auf kommunaler Ebene, leisten einen wesentlichen Beitrag, damit die Partizipation der Kinder und Jugendlichen gelingen kann“, so Grund weiter.


stol

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