Donnerstag, 23. April 2020

SSG dankt allen Lehrpersonen für geleistete Arbeit

Die Südtiroler Schulgewerkschaft SSG im ASGB ist sich der aktuellen Situation, welche alle vor ganz neue Herausforderungen stellt, bewusst und möchte allen Lehrpersonen für ihren Einsatz danken.

Obwohl die Klassenzimmer zur Zeit leer sind, leisten die Lehrpersonen wichtige Arbeit.
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Obwohl die Klassenzimmer zur Zeit leer sind, leisten die Lehrpersonen wichtige Arbeit. - Foto: © shutterstock
Die Sorge um die Gesundheit aller, das Bangen um das Einkommen und den Arbeitsplatz bestimmen vielfach den Alltag der Familien. Da Schulen und Kindergärten geschlossen sind, können Lehrpersonen nur in geringem Maße dazu beitragen, die Eltern zu entlasten.

Die Umstellung auf digitalen Unterricht hat alle über Nacht überrumpelt. An Modi und Qualität wird man noch längerfristig arbeiten müssen, vor allem im Hinblick darauf, als dass man nicht weiß, wie Schule im Herbst funktionieren wird. Eine entsprechende Vorbereitung im Sommer, der von vielen so beanstandeten „Ferienzeit“ der Lehrpersonen, wird es hierfür brauchen. Dessen sind sich alle Beteiligten bewusst! Diese im Hintergrund geleistete Arbeit ist für Außenstehende nicht immer sichtbar.

„Als öffentlich Bedienstete gehören Lehrpersonen in dieser Krise – auch das gilt es zu sagen – zu den Glücklichen. Sie müssen sich keine Sorgen um Arbeitsplatz oder Einkommen machen müssen nicht mit Einbußen rechnen oder sich fragen, ob es den Betrieb, für den sie arbeiten, auch nach der Krise noch gibt“, erklärt die SSG.

„Trotzdem sind die Unsicherheiten groß und manch einer macht sich Sorgen, wie sich die Schule im Zuge der Krise entwickelt. Dass sich die Entscheidungsträger mit Hypothesen und vagen Theorien in den Medien zu Wort melden, ohne sich zuvor mit den Gewerkschaften abgesprochen zu haben, ja sogar ohne selber genau zu wissen, wohin die Reise gehen soll, ist dabei sicher nicht hilfreich“, so die SSG weiter.

Deshalb gelte grundsätzlich: „Auch in Zeiten der Krise müssen Entscheidungswege und dienstrechtliche Bestimmungen eingehalten, müssen Mitspracherechte respektiert, müssen wichtige Änderungen mit den Sozialpartnern ausverhandelt werden, bevor man an die Öffentlichkeit geht und Erwartungen in der Bevölkerung weckt, die man danach mitunter nicht erfüllen kann. “

Verletzende und fordernde Aussagen in E-Mails und Leserbriefen zum Berufsbild der Lehrpersonen blieben der Bevölkerung länger im Gedächtnis als positive Erfahrungen. Vor allem weil Lehrpersonen derzeit – unter zum Teil widrigen Bedingungen - ihren Dienst leisten, sei es Zeit, die Wertschätzung ihnen gegenüber zu zeigen.



An dieser Stelle möchte die SSG einmal Danke sagen!

„Danke für die von Lehrpersonen geleistete Arbeit!
Danke für die Flexibilität und Kreativität, die sie jeden Tag aufs Neue beweisen!
Danke dafür, dass sie unter Einsatz aller Möglichkeiten ihrem Bildungsauftrag gerecht werden!
Danke für das Korrigieren der Arbeiten, die teils bis in die Nacht dauern!
Danke für das Beantworten der Nachrichten über Telefon und Mail!
Dafür verdienen Lehrpersonen maximale Wertschätzung!“


In der nun zu führenden Diskussion über einen möglichen Einsatz von Lehrpersonen und Kindergartenpersonal für die Betreuung der Kinder im Sommer werde sich die SSG dafür einsetzen, dass man Lehrpersonen genau diese Wertschätzung entgegenbringe.



stol

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