Mehrere Bauunternehmen wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.Die erste Beschlagnahmung und vorübergehenden Stilllegung wurde von den Inspektoren der Abteilung Arbeit am 24. Mai vorgenommen. Eine Woche später konnte die Beschlagnahmung aufgehoben werden, weil in der Zwischenzeit die Sicherheitsvorschriften erfüllt wurden. Im Zuge einer Nachkontrolle mussten die Inspektoren des Amtes für technischen Arbeitsschutz der Landesabteilung Arbeit feststellen, dass sich die Baufirmen wieder über alle Sicherheitsmaßnahmen hinwegsetzten und die Arbeitnehmer gefährlichen Arbeitssituationen ausgesetzt waren. Sicherheits- und Schutzmaßnahmen ignoriert„Wiederum waren auch nicht die geringsten Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden und die Bauarbeiten wurden ohne Beachtung der vom Gesetz vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen weitergeführt“, erklärte Abteilungsdirektor Sinn. „Mehrere Arbeitnehmer waren einer akut drohenden Absturzgefahr nach innen aus einer Höhe von rund sieben Metern ausgesetzt“, erklärte Sinn die Details.Gefährliche Situationen unterschätztAuch der für das Arbeitswesen zuständige Landesrat, Roberto Bizzo, zeigte sich besorgt darüber, dass der Arbeitsschutz immer noch nicht ernst genommen wird. „Es wird immer wieder unterschätzt, dass solche gefährliche Situationen bald zur tödlichen Gefahr werden können“, ermahnte Sinn zur Vorsicht auf den Baustellen.„Es ist unsere Pflicht, zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer einzugreifen“, so der Abteilungsdirektor.