Montag, 19. Dezember 2016

Staatsanwaltschaft äußert sich weiter nicht zu U-Bahn-Treter

Zwei Tage nach der Festnahme des mutmaßlichen U-Bahn-Treters von Berlin will sich die Staatsanwaltschaft weiter nicht konkret zu offenen Fragen äußern. „Wir warten weitere Ermittlungsergebnisse ab“, hat der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Fels, am Montag im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) gesagt.

Der am Samstag festgenommene 27-jährige Bulgare soll am 27. Oktober eine 26 Jahre alte Frau auf der Treppe des U-Bahnhofs Hermannstraße in Berlin-Neukölln unvermittelt in den Rücken getreten haben.
Der am Samstag festgenommene 27-jährige Bulgare soll am 27. Oktober eine 26 Jahre alte Frau auf der Treppe des U-Bahnhofs Hermannstraße in Berlin-Neukölln unvermittelt in den Rücken getreten haben. - Foto: © APA

Der Festgenommene habe bei den Vernehmungen zwar Angaben gemacht, aber: „Zu näheren Einzelheiten möchte ich zurzeit nichts sagen“, meinte Fels. Ähnlich antwortete er auf die Fragen, ob die Veröffentlichung des Videos zur Ermittlung des mutmaßlichen Täters geführt habe und ob gegen die auf dem Video zu sehenden drei Begleiter weiter ermittelt werde.
Der am Samstag festgenommene 27-jährige Bulgare soll am 27. Oktober eine 26 Jahre alte Frau auf der Treppe des U-Bahnhofs Hermannstraße in Berlin-Neukölln unvermittelt in den Rücken getreten haben. Das ahnungslose Opfer stürzte und brach sich den Arm.

Am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt

Erst nach Veröffentlichung der Videoaufzeichnung vor etwa eineinhalb Wochen wurde zunächst ein Begleiter ermittelt, der nach seiner Vernehmung wieder freikam. Am Donnerstag wurde dann Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen. Am Samstagabend wurde er auf dem Zentralen Busbahnhof in Berlin-Charlottenburg festgenommen. Am Sonntag kam er wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft.

dpa

stol