Donnerstag, 18. April 2019

Staatstrauer nach Busunglück mit 29 Toten auf Madeira

Nach dem schweren Busunglück auf Madeira hat die Regionalregierung eine dreitägige Trauerzeit für die portugiesische Insel angeordnet. Diese gelte von Donnerstag bis Samstag, hieß es in einer Erklärung des Regierungsrats der Autonomen Region Madeira. Demnach werden die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden auf Madeira während der drei Tage auf halbmast gesetzt.

Bus stürzte über Böschung auf Wohnhaus Foto: APA (AFP)
Bus stürzte über Böschung auf Wohnhaus Foto: APA (AFP)

Am Mittwoch war ein Bus mit Feriengästen in der Gemeinde Caniço in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt. Bei dem Unglück kamen mindestens 29 Menschen ums Leben, vermutlich sämtlich Deutsche. (STOL hat berichtet) Portugals Ministerpräsident António Costa kondolierte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das Unglück ereignete sich dem örtlichen Zivilschutz zufolge gegen 18.30 Uhr in der östlich von Funchal gelegenen Gemeinde Caniço. Zwei Dutzend Rettungswagen waren im Einsatz, die Polizei riegelte den Unglücksort weiträumig ab. Auf Videos war zu sehen, wie Helfer Verletzte stützten und in Sicherheit brachten. Im Hintergrund waren Sirenen von Ambulanzen zu hören.

Unglücksursache unklar

Der Inhaber des Unglücksfahrzeugs will bei der Aufklärung helfen. „Es ist unser Wille und unser Bestreben, dass alle Fakten, Gründe und Verantwortlichkeiten des Unfalls ermittelt werden”, zitierte die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Donnerstag aus einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens SAM. „Wir werden uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten.”

Die Unglücksursache war zunächst noch unklar. Laut Medienberichten könnte ein mechanisches Problem der Grund gewesen sein - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Der Vizepräsident der Regionalregierung, Pedro Calado, sagte, Mutmaßungen zu der Unglücksursache seien „verfrüht.”

apa/dpa/ag.

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stol