<BR />Es war kaum Platz im Saal des Bozner Kolpinghauses, so zahlreich erschienen die Studierenden zur Vollversammlung der SH. Ein Zeichen, das für die Arbeit des alten Vorstands rund um den – seit gestern ehemaligen – Vorsitzenden Alexander von Walther spricht. Auch dieser selbst zeigte sich äußerst zufrieden. <BR /><BR />„Ob leistbares Wohnen, Lebenserhaltungskosten oder Studienbeihilfen: Ich denke, das Bewusstsein für wichtige Studententhemen ist in der Landespolitik deutlich größer geworden“, resümierte der 23-Jährige. Nicht zuletzt habe man sich während seiner Amtszeit stärker mit Vereinen, Verbänden und anderen Institutionen vernetzt, ein Grundsatzprogramm erstellt sowie erfolgreiche Veranstaltungen organisiert. <BR /><BR />Nicht zu vergessen sei die Anerkennung mehrerer österreichischer Fachhochschulabschlüsse in Italien, wie Landesrat Philipp Achammer betonte. „Die SH hat unsere Entscheidungen kritisch, aber stets konstruktiv beobachtet“, so Achammer. „Der guten Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass wir in den letzten beiden Jahren einiges auf den Weg bringen konnten.“<h3> Das ist die neue Vorsitzende</h3>Daran will man nun auch mit der neuen Vorsitzenden, Neha Bhati, festhalten. Wie ihr Vorgänger legt auch die 22-Jährige ein Studium im Bereich Rechtswissenschaften ab, und zwar in Innsbruck. Für ihre neue Position bringt sie einiges an Erfahrung mit: Bereits während ihrer Schulzeit war sie als Klassensprecherin oder Schülersprecherin tätig, später in der Außenstelle der SH in Innsbruck.<BR /><BR />„Selbstverständlich werden wir alle Kernthemen mit Nachdruck weiterverfolgen“, kündigte Bhati an. Darunter leistbares Wohnen, bessere Löhne sowie die Anerkennung von Studientiteln. „Nur so kann die Abwanderung junger Akademikerinnen und Akademiker gestoppt werden“, betonte Bhati. Gleichzeitig will sich die junge und engagierte Studentin für Bildungsgerechtigkeit einsetzen. „Jeder sollte die Möglichkeit auf ein Studium haben“, so Bhati. Auch das Thema Geschlechtergerechtigkeit darf in ihrer Amtszeit nicht zu kurz kommen, denn hier bestehe in Südtirol noch deutlich Luft nach oben. <BR /><BR />Der neu gewählte Vorstand rund um Bhati wird seine Rolle nun für zwei Jahre innehaben, Arbeitsbeginn ist im Jänner. <h3> <b><embed id="dtext86-72830547_quote" /></b></h3><b>Zwei Jahre standen Sie an der SH-Spitze ... Wie blicken Sie auf die Zeit zurück?</b><BR /><KeinAbsatz></KeinAbsatz>Alexander von Walther: Ich bin sehr dankbar und ziehe ein positives Resümee: Wir konnten einige Erfolge verbuchen. <BR /><BR /><b>Die wichtigsten waren?</b><BR />Von Walther: Wir haben ein Grundsatzprogramm veröffentlicht sowie an die Politik gerichtete Anliegenkataloge. Wir haben, oft und laut, unbequeme Themen wie das leistbare Wohnen, den Studienstandort Bozen und die Abwanderung angesprochen.<BR /><b><BR />Was geben Sie Ihrer Nachfolgerin mit auf den Weg?</b><BR />Von Walther: Nichts. Ich finde es nicht gut, wenn sich der Vorgänger in Vereinsangelegenheiten einmischt. Jedoch weiß ich, dass der Verein in gute Hände übergeht, und wünsche ihr vor allem viel Freude. <h3> <b><embed id="dtext86-72831191_quote" /></b></h3><b>Die Abwanderung bleibt auch in Ihrer Amtszeit ein heißes Thema... Wie besorgt blicken Sie auf den Trend?</b><BR />Neha Bhati: Die jüngst veröffentlichten Zahlen sind erschreckend, die Gründe der Abwanderung vielschichtig. Das Lohnniveau, hohe Mieten und Co. befeuern den Trend enorm, doch es gibt weitere Gründe, die weniger beachtet werden.<BR /><BR /><b>An welche denken Sie?</b><BR />Bhati: Was die Weltoffenheit anbelangt, besteht in Südtirol Luft nach oben. Ich denke, das spielt bei vielen jungen Menschen eine wichtige Rolle und darf nicht unterschätzt werden.<BR /><b><BR />Wie wollen Sie diesen Punkt als SH anpacken?</b><BR />Bhati: Es ist wichtig, das Problem sichtbar zu machen. Zu zeigen, dass Themen wie Diversität und Vielfalt nichts Besonderes, sondern heutzutage Normalität sind.