„Der Unterboden im 3. Stock muss völlig erneuert werden“, sagt die ehemalige Präsidentin des Stadttheater- und Kurhausvereins, Jutta Telser. Kulturorganisationen müssen umdisponieren.<BR /><BR />Zur Erinnerung: Das Stadttheater wurde heuer am 22. April geschlossen und für den 1. Jänner 2025 war die feierliche Öffnung geplant. In diesen Monaten sollte das Stadttheater seine zarten Jugendstilfarben zurückbekommen sowie unter anderem neu bestuhlt werden. <h3>Arbeiten komplexer als erwartet</h3>„Ziemlich bald stellten die Restauratoren allerdings fest, dass die Arbeiten sehr viel komplexer sind, um die Theaterfarben ins Original zurückzubringen. Das Landesdenkmalamt hat dazu einen eigenen Experten abgestellt, der die Originalfarben auftreibt. Damit hatten wir auch bald die Wiedereröffnung auf Ende März 2025 verschoben“, sagt Ex-Präsidentin Telser. Detail am Rande: Der Stadttheater- und Kurhausverein ist derzeit ohne Verwaltungsrat, da der alte verfallen ist.<BR /><BR />Aber jüngst, als man im 3. Stock den Teppich entfernen und erneuern wollte, stellte sich heraus, „dass der Unterboden zu völlig erneuern ist. Der Stahlunterbau muss mit Brandschutzfarbe behandelt werden und auch der Holzunterbau muss entsprechend behandelt werden. Kostenpunkt rund 150.000 Euro. Aber man muss wissen, dass die letzte Grundsanierung des Stadttheaters über 50 Jahre her ist“, sagt Jutta Telser. Beim Parkett gebe es keine Überraschungen, denn dort habe man einen Zementboden.<BR /><BR />Alle geplanten Veranstaltungen habe man in das Kurhaus – entweder Kursaal oder Pavillon des Fleurs – verschoben. <h3> Kabarettisten müssen auswandern</h3>Die 6 Aufführungen der Meraner Kabaretttage finden damit heuer zur Hälfte im großen Kursaal und im Pavillon de Fleurs statt. „Wir hatten die Termine mit den Kabarettisten schon fixiert und mussten eben auswandern. Das ,Puccini‘ haben wir abgehakt, auch für die Veranstaltungen von Asfaltart. Die dort geplanten Veranstaltungen haben wir fallen gelassen“, sagt Meinhard Khuen vom veranstaltenden Kunstverein Kallmünz. <BR /><BR />Ebenfalls betroffen von der längerfristigen Schließung des Stadttheaters ist auch das Südtiroler Kulturinstitut. „Die Renovierung einer solchen architektonischen Perle ist immer ein Malheur. Für mich klang ein Bauende für Ende Dezember schon sehr sportlich. Jutta Telser hat uns immer auf dem Laufenden gehalten“, schickt Kulturinstitutsdirektor Peter Silbernagl voraus. Das Kulturinstitut hat im Frühjahr 4 Aufführungen geplant. Man werde – sofern es die Inszenierung zulasse – aufs KiMM ausweichen oder aber die Gäste mit einem Bus nach Bozen ins Waltherhaus bringen, sagt Silbernagl.