Freitag, 14. Oktober 2016

Stahlwerke Bozen: Stabstrahler gefunden

Es geschehen noch Wunder möchte man bei dieser Meldung des Landespresseamtes meinen. Die Landesagentur für Umwelt hat am Freitag mitgeteilt, dass der seit Wochen gesuchte Stabstrahler der Bozner Stahlwerke gefunden wurde. Und zwar - wenig überraschend - auf dem Gelände der Stahlwerke. Das Wichtigste dabei ist: Der Schutzbehälter, in welchem sich das radioaktive Isotop Kobalt 60 befand, ist unbeschädigt. Damit ist auch sichergestellt, dass es in dieser Zeit zu keiner Freisetzung von radioaktiver Strahlung gekommen ist.

Der abgängige Stabstrahler wurde auf dem Gelände der Bozner Stahlwerke gefunden.
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Der abgängige Stabstrahler wurde auf dem Gelände der Bozner Stahlwerke gefunden.

Vor exakt einem Monat, am 16. September, meldete das Lpa, dass die Bozner Stahlwerke einen radioaktiv betriebenen Stabstrahler vermissen. Er war bei Intstandhaltungsarbeiten, wie auch immer, abhanden gekommen. Stabstrahler, das sind radioaktiv betriebene Sonden, die während des Produktionsprozesses den Füllungsgrad eines Hochofens laufend messen und kontrollieren. 

Als radioaktives Material in diesen Strahlern dient das Isotop Kobalt 60. Dieses Isotop weist eine Halbwertzeit von 5,27 Jahren auf.

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Der verlorene Stabstrahler. - Foto: LPA/Landesagentur für Umwelt 

Schutz der Bewölkung gewährleisten 

Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Verlustes setzten Stahlwerke, Agentur für Bevölkerungsschutz und Landesagentur für Umwelt laut Lpa eine ganze Reihe von Maßnahmen in Gang, um die Unversehrtheit der Arbeiter sowie der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Mitteilung an die Medien erfolgte freilich erst einige Tage nach dem Bekanntwerden des ungewöhnlichen Verlustes.

Einmonatige Suchaktion

Genau zwei Wochen nach der ersten Meldung, am 30. September, wandte sich das Landespresseamt wiederum an die Medien: Der Stabstrahler, er befand sich weiterhin auf Abwegen. Im Zuge der Stabstrahler-Suchaktion wurden eigene Detektoren installiert, durch die die Altmetalle vor dem Einschmelzen geschleust werden mussten. 

Immer wieder Freitags

Und wieder exakt zwei Wochen später erfolgte am Freitag der finale Akt in der dreiteiligen Stabstrahler-Saga: Er wurde gefunden, endlich.

"Stahlwerke, Agentur für Bevölkerungsschutz, Sanität  und Landesagentur für Umwelt zeigten sich am Freitag nach dem Auffinden der Sonde sehr erleichtert", schrieb das Landespresseamt.

Die Landesagentur für Umwelt, so schreibt das Lpa weiter, unterstreicht wie wichtig die gute Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Landesbehörden in Krisenfällen sei.

In diesem Fall habe diese wieder hervorragend funktioniert, so das Lpa abschließend

lpa/stol/aw

stol