<BR />Wie berichtet, ist die 30-jährige Konzession für das Stahlwerk im September abgelaufen. Das Land hatte sie daraufhin um ein Jahr provisorisch verlängert und anschließend eine europaweite Ausschreibung veröffentlicht.<BR /> Eine Direktvergabe an die Valbruna AG – nicht nur von Gewerkschaften und Arbeitern gefordert – ist laut Landesregierung angeblich nicht möglich. Nun gilt es abzuwarten, wie das Verwaltungsgericht entscheidet. <BR /><BR />Die Region Venetien sei von der Ausschreibung in Südtirol direkt betroffen, da das Werk in Vicenza (1.216 Beschäftigte plus Zulieferer) funktional an den Standort in Bozen (564 Beschäftigte) gekoppelt sei. Ein Ausschluss von Valbruna aus dem Bozner Industriekomplex würde die Schließung beider Standorte bedeuten, hatte das Unternehmen gewarnt. Die Verlagerung der Produktion ins Ausland würde massive Schäden für die Wirtschaft in Venetien und Italien sowie Risiken für die Sicherheit der strategischen Produktionen verursachen.<BR /><BR />Wegen der potenziell schweren direkten und indirekten Folgen eines solchen Szenarios sah sich die Regionalregierung von Venetien gezwungen, sich ins Verfahren zur Ausschreibung vor dem Verwaltungsgericht einzulassen. Die Region prüft aktuell weitere Schritte zur Verteidigung der wirtschaftlichen Zukunft des Unternehmens und der Beschäftigten, hieß es.