Der 28-Jährige, der seine Ex-Freundin trotz richterlichen Verbotes seit langer Zeit täglich mit SMS, Anrufen und Mails bombardiert, hat sich am heutigen 14. Februar mitten in der Nacht auf den Weg ins Sarntal gemacht, wo die Frau lebt. Um 3 Uhr soll der Mann auf sein Fahrrad gestiegen sein – bei Temperaturen um die minus 12 Grad Celsius. Zuvor soll er der Frau eine SMS geschrieben haben. Da die Ex-Freundin damit vorgewarnt war, konnte sie die Carabinieri verständigen. Als der Stalker vor Ort eintraf, wurde er nicht von der Frau, sondern von den Beamten empfangen.Nun wurde ein psychiatrisches Gutachten für den Mann in Auftrag gegeben.Mehr zum Thema gibt es in der Freitag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".Die VorgeschichteDa der 28-Jährige seit langer Zeit stalkt und sich uneinsichtig zeigt, hat im vergangenen Jahr sein Rechtsanwalt das Mandat niedergelegt. Nach einem Ausbruch aus dem Hausarrest musste er im Juni 2012 wieder ins Gefängnis. Gegenüber dem Richter erklärte er damals: „Herr Richter, ich kann nicht anders. Es ist stärker als ich.“Seine Gefühle für seine frühere Freundin würden ihn trotz auferlegter richterlicher Verbote immer wieder dazu bringen, sie zu kontaktieren. Richter Pelino bestätigte angesichts dieser Aussage die U-Haft für den Mann. Als der Stalker im November 2012 – nach einer Entlassung im September und einem sofortigen Rückfall – aus der Haft entlassen wurde, fuhr er unverzüglich wieder ins Sarntal.Er hatte es dabei so eilig, dass er sich im kurzärmeligen Hemd, in dem er im September ins Gefängnis gebracht worden war, in den ersten Bus setzte. Er hatte sich nicht einmal die Zeit genommen, sich eine Jacke zu holen, machte jedoch den Umweg über die Mutter seiner Ex.Als diese die Carabinieri alarmierte, machte sich der 27-Jährige davon und versteckte sich im Wald. Da die Frau von dem Besuch rechtzeitig erfahren hatte, versteckte er sich im Wald, um einer Verhaftung zu entgehen. Deshalb wurde eine Suchaktion mit rund 100 Mann gestartet, da er aufgrund der leichten Bekleidung nachts im Freien Erfrierungen davontragen hätte können.Als dem Mann zu kalt wurde, stellte er sich gegen 2.30 Uhr und wurde zurück ins Gefängnis gebracht.stol