Wie die Lokal-Zeitung „Solomon Star“ am Freitag online schrieb, sollten die beiden Schiffe mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Zelten bald in der Provinzhauptstadt Lata eintreffen. Währenddessen erschütterten immer wieder starke Nachbeben die Region.Am späten Freitagabend (Ortszeit) ereignete sich vor der Küste von Santa Cruz ein Beben der Stärke 6,8, wie die US-Geologiebehörde meldete. Das Beben war zunächst mit einer Stärke von 7,1 angegeben worden. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben.Zuvor habe ein Nachbeben der Stärke 6,6 die Landebahn des Flughafens Lata beschädigt, berichtete eine neuseeländische TV-Reporterin. Sie war an Bord eines Hilfsflugzeugs, das wegen der Schäden umkehren musste. Premierminister Gordon Lillo rief den Notstand für die Region rund um Lata aus.Die Zahl der Toten stieg indessen auf zehn, wie der „Solomon Star“ berichtete. Cameron Vudi vom Roten Kreuz sagte dem Blatt, er befürchte, die Opferzahl werde weiter steigen. Die Inselgruppe war am Mittwoch nach einem Beben der Stärke 8 von einem Tsunami mit Wellen von etwa einem Meter Höhe heimgesucht worden.Wegen des flachen Geländes konnten einige Bewohner kaum Schutz suchen. Bei den Toten handelt es sich zumeist um ältere Menschen und Kinder. Hunderte Gebäude wurden Berichten zufolge zerstört oder beschädigt. Etwa 4.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Mehr als 40 Nachbeben erschütterten die Inseln.apa