Montag, 28. Dezember 2020

Starke Schneefälle in Italien – Feuerwehrmann stirbt auf Sardinien

Starke Schneefälle haben im Norden Italiens Bäume entwurzelt und Dutzende Feuerwehreinsätze nach sich gezogen. In den Regionen Lombardei, Piemont und Ligurien seien die Einsatzkräfte mehr als 150 Mal ausgerückt, teilte die Feuerwehr am Montagvormittag auf Twitter mit.

Schnee so weit das Auge reicht (im Bild: eine Straßenszene in Como).
Schnee so weit das Auge reicht (im Bild: eine Straßenszene in Como). - Foto: © ANSA / MATTEO BAZZI
Polizei und Zivilschutzbehörde mahnten zur Vorsicht und rieten dazu, das Autofahren möglichst zu vermeiden oder mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren.

Laut italienischer Nachrichtenagentur Ansa wurde eine Frau in Mailand von einer umstürzenden Stange verletzt. Auf der Insel Sardinien galt eine Sturmflutwarnung. Dort berichteten die Behörden von einem getöteten Feuerwehrmann: Der 54-Jährige sei bei der Absicherung einer Stromleitung im Einsatz verunglückt. Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese drückte der Familie des Mannes ihr Beileid aus.

In Venedig fuhren die Behörden die Flutschutztore wegen des gestiegenen Meeresspiegels hoch. Der Wasserstand wurde am Montagvormittag bei 130 Zentimetern über dem Normalwert erwartet. Eine ähnlich hohe Flutwelle sagte die Kommune für den kommenden Mittwoch vorher. Das Flutschutzsystem „Mose“ verhindert, dass das salzige Wasser etwa in die historische Altstadt in der Lagune eindringt.

Auf der Brennerautobahn floss der Verkehr am Vormittag zwischen Österreich und Italien weitgehend normal. Es wurde jedoch vor starken Schneefällen gewarnt. Weiter südlich fegte ein kräftiger Sturm unter anderem durch Rom. Wegen umgestürzter Bäume sperrte die Polizei dort einige Straßen kurzzeitig ab.

dpa

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