Dies entspricht einer Steigerung um rund 65 Prozent. Im Jahresdurchschnitt suchten 2025 täglich 293 Personen die Notaufnahme des Landeskrankenhauses auf, im Jahr 2020 waren es noch 177. <BR /><BR />„Wir beobachten eine klare Zunahme der Notfallzugänge, vor allem in Bozen“, sagt Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit Hubert Messner. Die Entwicklung führt Messner einerseits auf die zunehmende Alterung und damit auch der Fragilität der Bevölkerung zurück. Andererseits würden viele Patienten die Notaufnahme bei geringeren gesundheitlichen Beschwerden aufsuchen, die besser in einer Hausarztpraxis aufgehoben wären. Zudem bestünde das Phänomen, dass ein nicht unerheblicher Teil von Personen die Notaufnahme als direkten Zugang zu fachärztlichen Visiten oder diagnostischen Abklärungen nutzen, um Wartezeiten zu umgehen. <BR /><BR />Im Jahr 2025 entfielen 75 Prozent der in der Notaufnahme Bozen behandelten Fälle auf blaue oder grüne Kodizes und betrafen somit Beschwerden ohne unmittelbare Lebensgefahr. Zur Entlastung der Notaufnahme besteht in Bozen seit Längerem eine eigene Ambulanz, in der Ärztepersonal für Allgemeinmedizin diese nicht dringlichen Beschwerden übernehmen. Die ersten Gemeinschaftshäuser gehen laut Landesrat im ersten Halbjahr 2026 in Betrieb. Zudem wird an der Verstärkung des Personals in der Notaufnahme Bozen gearbeitet. Derzeit sind dort 18,25 Stellen mit Arztpersonal, 44,8 Stellen mit Pflegekräften sowie fünf Stellen mit Pflegehelfer besetzt. In den kommenden Monaten wird laut Gesundheitsressort weiteres Personal eingestellt.