Donnerstag, 09. August 2018

Starkes Nachbeben erschüttert Indonesien

Die indonesische Ferieninsel Lombok ist am Donnerstag von einem schweren Nachbeben erschüttert worden.

Foto: © APA/AFP

Vier Tage nach dem verheerenden Erdstoß mit mehr als 160 Toten traf die Insel um 12.25 Uhr Ortszeit (07.25 MESZ) ein neues Beben der Stärke 6,2. Dabei stürzten erneut Gebäude ein. Ob es auf der Nachbarinsel von Bali wieder Todesopfer oder Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt.

Durch das Beben am Sonntag wurden nach offiziellen Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde mindestens 168 Menschen getötet (STOL hat berichtet). Befürchtet wird, dass die Opferzahl noch deutlich höher liegt. Das Militär auf der Insel bezifferte die Zahl der Toten bereits mit mehr als 380. Das Beben am Sonntag hatte die Stärke 6,9. Seither gab es bereits mehr als 350 Nachbeben.

Das neue Beben war das bisher stärkste. Sein Zentrum lag etwa sechs Kilometer nordwestlich von Nord-Lombok in etwa zwölf Kilometern Tiefe im Meer, wie die nationale Agentur für Wetter, Klima und Geophysik mitteilte. Im Unterschied zum Beben am Sonntag wurde dieses Mal keine Tsunami-Warnung ausgelöst.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus. Lombok galt lange Zeit als Geheimtipp für Leute, denen Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

apa/dpa

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stol