Dies bekommen nun auch Südtirols Feuerwehren knallhart zu spüren. „An manchen Tagen entfernen wir bis zu vier Wespennester“, sagt etwa Klaus Pfeifer, Vizekommandant der FF Leifers. <BR /><BR />Jeden Sommer aufs Neue rücken Südtirols Feuerwehrleute nicht nur zu Bränden, Unfällen und bei Unwettern aus, sondern auch zu zahlreichen Wespen-Einsätzen. „Zumindest, wenn durch das Nest akute Gefahr droht.“<h3> Zahl der Wespen-Einsätzen ist auffallend höher als in den vergangenen Jahren</h3>Ist diese Bedingung nicht gegeben, handelt es sich um einen Fall für den Kammerjäger“, erklärt Landesfeuerwehrpräsident Martin Künig, der einen Überblick über die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren im Land hat. Was er heuer festgestellt hat: Die Zahl an Wespen-Einsätzen ist auffallend höher als in den vergangenen Jahren. <BR /><BR />Dies bestätigt auch Klaus Pfeifer. Er ist der Vizekommandant der Freiwilligen Feuerwehr Leifers und kümmert sich in seiner Heimatgemeinde seit Jahren um die Raubinsekten. Dabei ist ihm auch schon so mancher beachtliche Fund untergekommen. „Letztes Jahr haben wir einen Wespenkessel entfernt, der in etwa einen Durchmesser von eineinhalb Metern hatte“, erzählt Pfeifer. <BR /><BR />Ein solcher Fund blieb heuer bislang aus, dafür gibt es besonders viele Einsätze. „Insgesamt 39 Wespen-Einsätze haben wir in diesem Jahr bislang abgearbeitet“, sagt Pfeifer. Als wir ihn kontaktieren, hat er kurz zuvor einen Trupp losgeschickt, um einen weiteren Wespenkessel zu entfernen. <BR /><BR />Teilweise beseitigen die Leiferer Feuerwehrleute derzeit bis zu vier Wespennester am Tag. Einige von ihnen haben sich dafür in der Feuerwehrschule entsprechend ausbilden lassen. Gekleidet wie ein Imker, samt weißer Jacke, Anzug, Helm und Handschutz sowie dem Rest der nötigen Ausrüstung, rücken sie aus, um die Wespenkessel sicher zu entfernen. <BR /><BR />Es gibt angenehmere Aufgaben: „Ganz ohne Stiche geht’s meistens trotz der Schutzausrüstung nicht“, sagt Pfeifer. Soweit möglich, wird das Wespennest in einem Behälter verstaut und in Wald gebracht. „Viele der Insekten verlassen es allerdings schon vorher“, erzählt der Feuerwehrmann. <h3> Wespen haben warme und trockene Jahreszeiten gern</h3>Petra Kranebitter, Konservatorin für Zoologie am Südtiroler Naturmuseum, weiß, welche Witterungsbedingungen die Raubinsekten besonders mögen. Ein milder und niederschlagsarmer Frühling kann dazu beitragen, dass die Wespenkönigin früher aktiv wird und zeitig mit dem Nestbau beginnt. „Für die weitere Entwicklung des Wespenstaates sind die Witterungsbedingungen im Früh- und Hochsommer entscheidend“, erklärt Kranebitter. Bleibt es auch da trocken und warm, können die Wespen ungehindert an ihren Nestern bauen. Also gar einige Anzeichen, die auf ein starkes Wespenjahr 2026 hindeuten. <BR /><BR />Allerdings können auch andere Faktoren eine Rolle spielen, weshalb derzeit so viele Wespen umherschwirren. Etwa die Hitze der vergangenen Monate. Ist es morgens schon warm, werden die Insekten früher aktiv. „Zudem erreichen viele Wespenstaaten im August den Höhepunkt ihrer Entwicklung“, sagt Kranebitter. <BR /><BR />In diesem Zeitraum zählt das Wespenvolk die meisten Arbeiterinnen. Entsprechend viele der Insekten begeben sich auf Nahrungssuche und damit in die Nähe des Menschen, wo sie schnell und einfach zu Zucker gelangen. Eine systematische Erhebung, die einen Vergleich der Wespenpopulationen im Laufe der Jahre bietet, gibt es in Südtirol nicht. <BR /><BR />Spätestens im Oktober geht der Lebenszyklus der Wespen zu Ende. Hält man sich an die unten genannten Tipps , klappt es bis dahin sicher ohne Stiche. <h3> Tipps: Sicher vor Wespenstichen</h3>Viele Menschen scheuen sich vor Wespen. Doch wer einige Tipps befolgt, kann sich gut vor einem Stich schützen. Die Insekten sind nämlich nicht von Natur aus aggressiv. Erster Ratschlag: Ganz <Fett>klar auf Abstand bleiben</Fett>. Sollte dies nicht möglich sein, ist es wichtig, <Fett>Ruhe</Fett> zu <Fett>bewahren</Fett>.<BR /><BR /> Die Tiere sollten mit <Fett>sanften</Fett> <Fett>Bewegungen</Fett> oder einer <Fett>Ablenkung</Fett> (zum Beispiel einer <Fett>Schale Obst</Fett>) weggeleitet werden. Hektische Bewegungen sollten dringend vermieden werden. Genauso darf man <Fett>die Insekten</Fett> <Fett>auf keinen Fall</Fett> <Fett>anpusten:</Fett> Sie nehmen das ausgeatmete Kohlendioxid als Alarmsignal wahr.