Freitag, 06. Oktober 2017

Start der Initiative „Ein Bleistift für Bildung“

Die Katholische Frauenbewegung Südtirol (KFB) hat am Freitag den Startschuss für eine Initiative gegeben, die zwei Jahre andauern wird. Mit „Ein Bleistift für Bildung“ wirbt die KFB in ganz Südtirol für Solidarität und für Spenden.

Die Abgeordneten mit den Vertreterinnen der Katholischen Frauenbewegung bei der Vorstellung der Initiative „Ein Bleistift für Bildung“ am Freitag. - Foto: lpa
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Die Abgeordneten mit den Vertreterinnen der Katholischen Frauenbewegung bei der Vorstellung der Initiative „Ein Bleistift für Bildung“ am Freitag. - Foto: lpa

Isabella Engl von der KFB berichtet am Freitag: „Laut der aktuellen Bildungsstudie der Unesco haben haben 600 Millionen Kinder im schulpflichtigen Alter keine Grundkenntnisse in Mathematik und Lesen.

Trotz Schulbesuches fehlt es häufig an der Qualität des Unterrichts, sodass derzeit weltweit sechs von zehn Kindern die Basis des Wissens und des Wissenszugangs fehlt. Die Vereinten Nationen beschreiben die Lage als „atemberaubend“ und sie stellen eine Lernkrise fest“.  

„Mädchen und Frauen sind besonders benachteiligt“

KFB-Präsidentin Irene Vieider sagt: „Besonders benachteiligt sind die Mädchen und Frauen, da Traditionen und der Mangel an monetären Ressourcen sich zu Ungunsten für ihre Bildung auswirken.“

Die Aktion „Ein Bleistift für Bildung“ wird den Kindern der Guarani-Indianer in Argentinien gewidmet. Dort ist „Missio“ aktiv, die von Wolfgang Penn geleitete Organisation für Entwicklungshilfe der Diözese Bozen-Brixen.

Durch Aktion soll Unterricht verbessert werden

Den Kindern der im Urwald lebenden Familien muss ein langer Weg zur Schule erspart werden, da er von Gefahren gesäumt ist. Daher wurden „escuelas de la familia indigena“ eingerichtet: Lehrerinnen gehen in die Dörfer und beziehen in den Unterricht auch die Kinder, deren Eltern und manchmal auch deren Großeltern ein.“

Über klassische Grundkenntnisse gibt es auch Vermittlung von Gesundheitsvorsorgung und landwirtschaftlichen Kenntnissen zum Anbau am Feld.

Den Start von „Ein Bleistift für Bildung“ haben Schülerinnen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums Maria Hueber begleitet. Unter Leitung der Direktorin Heidi Hintner und Professorin Anita Rossi haben die fünf jungen Frauen während der Pressekonferenz Unterstützungsstatements vorgetragen:

  • Es gibt etwas, das auf Dauer teurer ist als Bildung. Keine Bildung. (John F. Kennedy)
  • Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)
  • Nicht die Sprache ist es, woran es fehlt; denn die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die      sie anwenden. (Epikur)
  • Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand. (Arthur Schopenhauer)
  • Nicht weil es schwierig ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwierig. (Seneca der Jüngere)

Botschaft ins ganze Land tragen

Die Gymnasiastinnen überreichten den Anwesenden Politikern ein Stoffsäckchen mit dem Bleistift für Bildung und der Bitte, die Botschaft ins ganze Land hinauszutragen: Landesrat Florian Mussner, Landesrätin Waltraud Deeg, die Präsidiumsmitglieder Maria Hochgruber Kuenzer und Helmuth Renzler sowie die Abgeordneten Paul Köllensberger, Brigitte Foppa, Uli Mair, Tamara Oberhofer, Stigmar Stocker, Myriam Atz Tammerle, Oswald Schiefer, Albert Wurzer, Andreas Pöder, Hannes Zingerle, Josef Noggler haben diesen Auftrag angenommen.

lpa/stol

stol