Sonntag, 21. Juni 2020

Startschuss für das Projekt „Bienenweide Latscher Sonnenberg“

Am Samstag, 20. Juni, erfolgte im Rahmen eines Baumfestes der Startschuss für das Projekt „Bienenweide Latscher Sonnenberg“, eine gemeinsame Initiative der Autonomen Provinz Bozen, Forstinspektorat Schlanders, VIP, Eigenverwaltung B.N.R. Latsch und Imkerbund Latsch. Als Bienenweide bezeichnet man Pflanzungen, die speziell Bienen, aber auch anderen Insekten, als grundlegende Nahrungsquelle dienen.

Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Weitgruber (Eigenverwaltung B.N.R. Latsch), Peter Tscholl (Imkerbund Latsch), Thomas Oberhofer (VIP), Arnold Schuler (Landesrat) und Georg Pircher (Fortinspektorat Schlanders).
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Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Weitgruber (Eigenverwaltung B.N.R. Latsch), Peter Tscholl (Imkerbund Latsch), Thomas Oberhofer (VIP), Arnold Schuler (Landesrat) und Georg Pircher (Fortinspektorat Schlanders). - Foto: © Julia Lesina Debiasi
Eine solche Bienenweide entsteht nun am Latscher Sonnenberg: Es ist ein Pilotprojekt für die aktive Errichtung von bienenfreundlichen Waldrändern, das in Zusammenarbeit zwischen der Autonomen Provinz Bozen, Forstinspektorat Schlanders, VIP – Verband der Vinschger Produzenten für Obst und Gemüse, Eigenverwaltung B.N.R. Latsch und Imkerbund Latsch ins Leben gerufen wurde.

Bedürfnisse aller berücksichtigen


Ziel ist es, am Waldrand des Latscher Sonnenberg verschiedene, geeignete Trachtpflanzen für Bienen anzupflanzen. Berücksichtigt werden dabei Bedürfnisse der Imker wie auch die der Obstbauern im Umkreis.

„Im Vinschgau sind zum Zeitpunkt der Apfelblüte zirka 5.000 Bienenvölker im Einsatz, um die Bestäubung der Blüten zu garantieren. Das entspricht ungefähr ein Volk pro Hektar. Während der Apfelblüte gibt es für die Bienen ein völlig ausreichendes Nahrungsangebot, doch nach der Blüte nimmt dieses rapide ab. Auch im Wald finden die Bienen zu diesem Zeitpunkt noch nicht genügend Nahrung“, erläutert Peter Tscholl, Ortsobmann des Imkerbundes Latsch, „außerdem besteht für die Obstbauern die Notwendigkeit nach der Blüte Pflanzenschutzmittel auszubringen, unabhängig von der Anbauweise.“

Natürliche Umgestaltung geplant


Ein wesentlicher Beitrag für den Erfolg des Projektes soll zudem die natürliche Umgestaltung der Böschungen der Schutzdämme, die sich im Gebiet der Bienenweide befinden, mit sich bringen. Mit gezielten Maßnahmen, wie das Einbringen von Humusmaterial und durch das Einbringen von Totholz und Steinen sollen Schattenbereiche entstehen, die den Erfolg sichern sollen.


stol