Nach den Mega-Kolonnen am vergangenen Wochenende in Italien und Österreich erwarten Experten auch am Wochenende keine Entspannung der Verkehrssituation auf den Autobahnen. Im Gegenteil.Die zweite Reisewelle durch den Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg wird in Richtung Süden Verzögerungen auf den deutschen und österreichischen Straßen und auf der Brennerautobahn bringen. Aber auch in die Gegenrichtung, bedingt durch das Ferienende in fünf deutschen Bundesländern, werden die Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe gestellt, glaubt man dem ÖAMTC und dem ADAC. Sowohl in Richtung Bozen als auch in Richtung Brenner ist wohl mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen.In ganz Norditalien, vor allem um die Großstädte, wird ebenso mit stark erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus gerechnet. Verkehrsexperten prognostizieren für den gesamten Freitag, für Samstagnachmittag sowie Sonntagvormittag Schwierigkeiten auf den Hauptverkehrsstraßen. Die größten Verkehrsbehinderungen mit Kolonnenbildung werden für Samstag von 6 bis 14 Uhr vorhergesagt. All jene, die auf alternative Reisezeiten ausweichen können, sollten das - laut den Fachleuten - machen. Nach Angaben des Auto Club Europa (ACE) muss auch auf den Urlaubsrouten in der Schweiz, in Frankreich, Slowenien und Kroatien weiter mit dichtem Verkehr und Behinderungen gerechnet werden.Bereits am vergangenen Wochenende hatte es Mega-Staus gegeben: Neben einer rund 35 Kilometer langen Kolonne vor dem österreichischen Tauerntunnel sorgte am Samstag ein Stau auf der A4 von Venedig nach Triest für Aufsehen. Dort kamen die Autos erst am frühen Sonntagmorgen wieder in Bewegung. Bei Mestre vor Venedig hatten sich die Fahrzeuge zeitweise auf einer Länge von mehr als 30 Kilometern gestaut. Etwa neun Millionen Italiener waren am Samstag in die Ferien aufgebrochen, Hunderttausende steckten jedoch zunächst auf den Autobahnen fest. Rund um die Großstädte und auf den Verkehrsachsen gen Süden und Osten kam es bei hochsommerlicher Hitze immer wieder zu Problemen. Bei Triest verteilten Helfer 10.000 Flaschen Wasser an Urlauber, die oft stundenlang in Staus standen.