Mittwoch, 08. Januar 2020

Unfalllenker vor dem Haftrichter: Kurzes Verhör, dann Zusammenbruch

Das Haftprüfungsverfahren für den 27-jährigen Unfalllenker von Luttach, Stefan Lechner, fand am Mittwoch um 9.30 Uhr im Bozner Gefängnis statt. Wie seine beiden Strafverteidiger Alessandro Tonon und Alberto Valenti mitteilten, musste das Verhör auch in Einverständnis mit dem Richter und Staatsanwalt beendet werden. Ihr Mandant erlitt einen Zusammenbruch. Er bleibt weiter in Haft.

Stefan Lechners Verteidiger Alberto Valenti (links) und Alessandro Tonon (rechts) am Mittwoch.
Badge Local
Stefan Lechners Verteidiger Alberto Valenti (links) und Alessandro Tonon (rechts) am Mittwoch. - Foto: © DLife

Stefan Lechner, der sich wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr und Trunkenheit am Steuer verantworten muss, konnte am Mittwoch nur wenig sagen. „Nur, wie der Tag (Sonntag) begonnen und geendet hatte“, sagten die beiden Verteidiger nach der Anhörung am Mittwoch vor dem Bozner Gefängnis.

Auch das Thema, ob Lechner in Hausarrest überstellt werden kann, wurde heute nicht weiter diskutiert. Da der psychische Zustand Lechners sehr labil ist, habe die Verteidigung dazu keinen Antrag gestellt.

Lechner weiß nichts von 7. Todesopfer

Laut den Anwälten habe Lechner, der noch nicht weiß, dass es ein 7. Todesopfer gibt, nach dem Unfall sofort versucht, den Opfern zu helfen und habe, wie es auch mehrere Augenzeugen bestätigten, Erste Hilfe geleistet. Allerdings sei Lechner heute nicht in der Lage gewesen zu diesem für die Verteidigung wichtigen Detail Stellung zu nehmen. Er sei einfach in einer sehr schlechten Verfassung.

Stefan Lechner bleibt weiter in Haft. Das ergebe sich aus der Schwere des Unfalls mit 7 Toten, sagte Richter Emilio Schönsberg von Landesgericht in Bozen Die Ermittlungen gehen indes weiter.

Wann die nächste Anhörung stattfinden wird, steht derzeit noch nicht fest.





Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

vs