Donnerstag, 28. Juli 2016

Stegen: Gefahrgut-Einsatz bei Firma Intercable

Ein umgekipptes Fass mit Kunstharz hielt am Donnerstagabend die Feuerwehren in Stegen auf Trab: 50 Wehrmänner und 14 Feuerwehr-Fahrzeuge der Feuerwehren von Bruneck und Stegen standen beim Kunststoffproduzenten Intercable im Einsatz.

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Foto: © STOL

Verletzt wurde glücklicherweise niemand – evakuiert werden musste nach Angaben von Thomas Huber, Koordinator der Bautätigkeiten bei der Firma Intercable, auch niemand.

Fass mit 400-500 Litern Kunstharz umgekippt

Gegen 18.30 Uhr wurde Alarm geschlagen: Alarmstufe 7. Ein Fass mit flüssigem Kunstharz war umgekippt. Dieses Fass befand sich außerhalb des Firmengebäudes im Freien, im Bereich der Warennannahme. Passiert ist es laut Huber dem Magazineur: Er wollte mit dem Stapler das Fass von einem Lkw abladen, der dieses Kunstharz angeliefert hatte.

In dem  Fass befanden sich laut Huber 400 bis 500 Liter Kunstharz. Wahrscheinlich sei weniger als die Hälfte ausgetreten, vermutet Huber.  Zum Einsatz kamen die Gefahrgutwehr des Bezirkes, die Feuerwehren von Bruneck und Stegen, das Notarztteam des Weißen Kreuzes Bruneck samt organisatorischem Leiter und die Carabinieri von Bruneck. Im Gefahrenbereich mussten die Männer unter schwerem Vollschutz arbeiten.

Jeder, der aus dem Gefahrenbereich kam, wurde in der eigens aufgebauten Dekontaminationsstelle dekontaminiert. Ein Teil des Betriebsgeländes wurde gesperrt. Bei Schichtwechsel konnte die Halle wieder freigegeben werden. Bei der Kläranlage in St. Lorenzen wurde darauf geachtet, ob nicht etwa das Kunstharz zum Teil im Abwasser gelandet sein könnte. 

Weil zu Beginn des Einsatzes weder die Gefährlichkeit des ausgetretenen Stoffes feststand, noch welche der unterschiedlichen gelagerten Gefahrenstoffe betroffen waren, ging die Gefahrgutwehr von Bruneck mit Vollschutzanzügen zur Erkundung der Gefahrenstelle vor. 

D

stol