Südtirol ist für Autofahrer ein teures Pflaster. Auch wenn der Ministerrat in Rom den drohenden Preissprung von Benzin- und Dieselkraftstoff durch eine Verlängerung der Akzisensenkung in Höhe von 25 Cent ausbremst, bleibt der Tankstopp hierzulande im gesamtstaatlichen Vergleich am teuersten.<h3> 15 Prozent weniger Verbrauch</h3>Wie Gunde Bauhofer von der Verbraucherschutzzentrale Südtirol (VZS) erklärt, könne man schon beim Autokauf sparen, indem man auf den Verbrauch des Wagens achtet. „Beim Fahren selbst empfiehlt es sich, früh hochzuschalten“, rät sie. Niedrigtouriges Fahren senke nicht nur den Spritverbrauch um bis zu 15 Prozent, sondern reduziere auch den Verkehrslärm. Bei Automatikmodellen empfiehlt sich der Eco-Modus. Zudem gilt: gleiten statt rasen. Wer auf Vollgas und unnötiges Bremsen verzichtet, kann den Verbrauch um weitere drei bis fünf Prozent verringern. „Steht man länger als 30 Sekunden, beispielsweise an Bahnübergängen oder Ampeln, soll der Motor zudem immer abgestellt werden“, so die Expertin.<h3> Heizung und Klimaanlage nur bei Bedarf einschalten</h3>Neben dem Fahrstil ist auch der technische Zustand des Fahrzeugs entscheidend. So sollte der Reifendruck um etwa 0,2 bar höher liegen, als vom Hersteller empfohlen. Echte Spritschlucker sind Heizungen und Klimaanlagen, diese sollte man nur bei Bedarf einschalten. Ebenso lohnt es sich, den Kofferraum aufzuräumen und unnötigen Ballast, etwa Dachträger, zu entfernen. „Je geringer das Gewicht und der Luftwiderstand, desto niedriger der Verbrauch“, fasst Bauhofer zusammen. <h3> Preisvergleich lohnt sich</h3> Zudem sei es wichtig, die Preise mithilfe von Apps oder Vergleichsportalen im Blick zu behalten. „Für eine Tankfüllung von 60 Litern Diesel gibt es in Bozen aktuell Preisunterschiede von fast 20 Euro zwischen der günstigsten und der teuersten Tankstelle“, gibt die Verbraucherschützerin zu bedenken. Nicht zuletzt lohne es sich immer, Alternativen auszuloten. Falls möglich, sollte man daher auf das Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing oder Fahrgemeinschaften ausweichen, dort muss man die Kosten der Tankfüllung schließlich nicht alleine berappen.