Das heißt: Grünes Licht für Steinbrüche soll es künftig auch ohne positives Umweltgutachten geben können – trotz Kritik und Gegenstimmen der Opposition.<BR /><BR />Für Ermächtigungen zum Abbau von Schotter, Porphyr, Marmor und Co. war bisher ein positives Gutachten des für Umweltprüfungen zuständigen Landesamtes vorgesehen. „Künftig muss ein solches Gutachten lediglich eingeholt werden, aber es muss nicht mehr positiv ausfallen“, kritisiert der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber. „Zugleich will die Landesregierung die maximale Laufzeit von 20 Jahren für Steinbrüche und jene von 25 Jahren für den Untertagebau streichen.<BR /><BR /> Die Laufzeiten für den Abbau sollen künftig unter Berücksichtigung des verwertbaren Rohstoffvorkommens festgelegt werden, was beispielsweise im Falle des Vinschger Marmors einem Totalausverkauf für die nächsten 100 Jahre gleichkommt, handelt es sich ja um eines der größten Marmorvorkommen Europas“, warnt er. Alarmiert ist auch Team-K-Abgeordneter Paul Köllensperger: „Im ‚öffentlichen Interesse‘ kann sich die Landesregierung damit über alles hinwegsetzen.“ <BR /><BR />Aber im Ausschuss gab es hier kein Einlenken der Mehrheit. Lediglich im Bereich der Torfgruben wurde auf Antrag von Arnold Schuler – und in Absprache mit Landeshauptmann Arno Kompatscher – eine Änderung vorgenommen: Statt einer Erweiterung bestehender Torfgruben sind nun nur mehr Änderungen bei gleichbleibendem Abbauvolumen vorgesehen. „Vom groß angekündigten Stopp des Torfabbaus ist keine Rede mehr. Er bleibt – wie so vieles in der Klimapolitik der Landesregierung – toter Buchstabe“, kritisiert die Grüne Madeleine Rohrer.