Gegen 23 Uhr kam es entlang der alten Eggentaler Straße bei Kardaun zu einem großen Steinschlag. Die Felsen lösten sich rund 200 Meter oberhalb des Porphyrsteinmetzbetriebs Casagranda."Rund zwanzig Steine sind auf das Wirtschaftsgelände niedergegangen", erklärte Martin Künig, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kardaun, gegenüber Stol. "Einige davon hatten die Größe eines Autos."Dabei wurden das Wirtschaftsgebäude und zahlreiche Maschinen zerstört. Vom Steinschlag betroffen war auch die Gaslagerstätte des Unternehmens.Zwar sei Gas ausgetreten, doch habe sich die Situation generell nicht als allzu gefährlich erwiesen, so Künig.Landesgeologe vor Ort15 Wehrmänner der Kardauner Feuerwehr rückten noch in der Nacht aus, um den Ort des Geschehens auszuleuchten. "Die Steine waren für einen Abtransport allerdings zu groß", erklärte Künig weiter. Am Donnerstag nahm Landesgeologe Volkmar Mair einen Lokalaugenschein in Kardaun vor. Mithilfe eines Hubschraubers verschafften sich die Experten ein genaueres Bild der Lage. "Das Areal wird nun geräumt, auch die lockeren Steine am Hang sollen abtransportiert werden", berichtete er Südtirol Online. "Wir versuchen unser Möglichstes, doch die betroffene Firma ist sicher in großer Bedrängnis", meint er.Betrieb könnte ausgesiedelt werdenDenn an dem Steinmetz-Betrieb sind durch den Steinschlag große Schäden entstanden. Laut dem Kardauner Bürgermeister Albin Kofler könnte es sein, dass der Betrieb ausgesiedelt werden muss.stol____________________________________________________________________________Unweit von Kardaun hat sich am Mittwochabend ebenso Material gelöst: An einem Hang neben der Brennerautobahn bei Blumau kam es zu einem enormen Felssturz. Hier geht's zu Artikel und Video.