Tödlich endete am Sonntagabend eine Klettertour von drei Männern auf die Jaufenspitze. Bei der Klettergruppe handelt es sich um drei Nordtiroler – alle um die 60 Jahre alt und aus Innsbruck und Umgebung, angeblich Bergretter.Der Kletterunfall ereignete sich auf der Nordkante der Jaufenspitze – etwa zwei Seillängen unter dem Gipfelkreuz, beim Aufstieg.Vor dem Unfall hatte es geregnet. Die Bedingungen waren deshalb schwierig für die drei Männer.„Es handelt sich um eine alpine Kletterroute zwischen drittem und vierten Schwierigkeitsgrad - je nach Variante“, sagt Florian Augscheller von der Bergrettung St. Leonhard. „Da sind ganz wenige Nägel, man muss sich deshalb selbst absichern.“Felsplatte löst sich Einer der drei Kletterer – der etwa 60-jährige P.K. aus Gries am Brenner – hielt sich an der kante einer ein mal zwei Meter großen Steinplatte fest. Die Steinplatte löste sich jedoch plötzlich.Der Mann hatte keine Chance. Er fiel zusammen mit der Steinplatte mehrere Meter in die Tiefe. P.K. dürfte dabei von der Platte getroffen worden sein und zog sich tödliche Verletzungen zu.Alarm geschlagen wurde um 18.15 Uhr. Der Leichnam des Kletterers konnte aber erst etwa drei Stunden später – nach 21 Uhr geborgen werden.Gefährliches RettungsmanöverDa es wegen des Regens rutschig war, war der Einsatz für die Bergretter gefährlich. Die Bergretter mussten auf den Normalweg hochgehen und zum Gipfel aufsteigen.Gefährlich war es auch für das Einsatzteam des Rettungshubschraubers Pelikan 2, denn Nebel waren aufgezogen. Deshalb konnte der Hubschrauber zunächst nicht fliegen.Dann besserte sich das Wetter aber und der Hubschrauber konnte seinen Einsatz starten und sowohl den Leichnam als auch die beiden leicht verletzten Kletterkameraden zu Tal bringen – noch bevor es dunkel wurde.Für P.K. war jede Hilfe zu spät. Er konnte nur noch tot geborgen werden.Im Einsatz standen die Bergrettung von St. Leonhard und Ridnaun Ratschings – insgesamt über 20 Männer – weiters die Feuerwehr von Sterzing, die Finanzwache und die Carabinieri von Sterzing und das Weiße Kreuz von Sterzing sowie die Notfallseelsorge. Die Einsatzleitung bei der Bergrettung hatten Florian Augscheller (St. Leonhard) und Karl Inderst (Ridnaun Ratschings) über.hof/stol