Mittwoch, 10. Februar 2021

Sterzing: Dach der Eissporthalle komplett eingestürzt – Keine Verletzten

Schockmoment am frühen Mittwochmorgen in Sterzing: Das Dach der Eishalle ist eingestürzt. Verletzt wurde niemand.

Das Dach der Eissporthalle in Sterzing ist vollständig eingestürzt. - Foto: © DLife
Kurz nach 7 Uhr erreichte die Freiwillige Feuerwehr von Sterzing der Notruf: Das Dach der Eissporthalle war eingestürzt. Ein Spaziergänger hatte Alarm geschlagen.


Sofort rückten die Wehrleute aus, um den Ort abzusperren und die Leitungen abzuschalten.

Gebäude nicht mehr zu retten

Das Dach soll ersten Informationen der Feuerwehr zufolge aufgrund der darauf liegenden Schneemassen kollabiert sein, die Versicherungen sind vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.

„Das gesamte Dach ist eingestürzt“, erklärt Feuerwehr-Kommandant Martin Soraruf gegenüber STOL. „Das Gebäude ist wohl nicht mehr zu retten.“

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Ob das Dach tatsächlich aufgrund von Schnee eingestürzt ist, muss allerdings erst geklärt werden: Ersten Informationen zufolge sollen lediglich 30 Zentimeter sowie etwas Neuschnee auf dem Dach gelegen sein – kaum ungewöhnlich für einen Winter in Sterzing.

Auch Sterzings Bürgermeister Peter Volgger eilte am Mittwochvormittag sofort zum Ort des Geschehens und machte sich ein erstes Bild von der eingestürzten Sporthalle. STOL schilderte er die Situation vor Ort.

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Die Carabinieri von Sterzing haben das Gebäude beschlagnahmt, der Konsumentenschutzverband Codacons hat eine Eingabe bei der Staatsanwaltschaft und dem Rechnungshof eingereicht.


Durchgang zum Bahnhof auf mögliche Verschüttete geprüft

Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes keine Personen im Gebäude, verletzt wurde ersten Informationen zufolge niemand.

Eine Reinigungskraft, die am Mittwochmorgen ihren Dienst antreten hätte sollen, hatte diesen glücklicherweise abgesagt.

Allerdings gab es einen Durchgang, der von der Eishalle zum Bahnhof führt. Die Berufsfeuerwehr Bozen rückte am Vormittag mit einem Trümmersuchgerät nach Sterzing aus, sie konnten keine Hinweise auf verschüttete Personen finden.


Fachleute sollen am Nachmittag klären, warum es zu dem Einsturz gekommen ist.

Die 1983 erbaute Eishalle Sterzing (Weihenstephan Arena) beherbergt die Heimspiele der Hockeymannschaft WSV Wipptal Broncos.

Nach dem Einsturz ihrer Heimatstätte ist die Fortführung der Saison sowie die nahe Zukunft der Mannschaft ungewiss.

Auch Publikumslauf wird in der Eishalle angeboten. Großes Glück also, dass sich zum Zeitpunkt des Einsturzes niemand in der Halle befand.

Rekordverdächtiger Niederschlag in Sterzing

Der Niederschlag in Sterzing lag in diesem Winter auf Rekordkurs, erklärte Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

„In der Fuggerstadt sind in diesem Winter bis jetzt 285 l/m² Niederschlag gefallen, das ist 3 Mal so viel wie im langjährigen Durchschnitt und knapp hinter dem Allzeitrekord von 317 l/m² aus dem Winter 1950/51.“

liz