Dienstag, 26. Mai 2015

Sterzing staunt über vermummte Bäume

Silbrigweiß eingesponnen glänzen die kahl gefressenen Bäume. Was in Sterzing gar einige Passanten verunsichert, ist ein natürliches Phänomen. Verursacher ist die Traubenkirschen-Gespinstmotte.

Bäume und Gräser in Sterzing sind mit dem silbrig glänzenden Gespinst überzogen. Foto: Andreas Kostner
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Bäume und Gräser in Sterzing sind mit dem silbrig glänzenden Gespinst überzogen. Foto: Andreas Kostner

Es ist ein nicht alltägliches Bild, auch wenn es scheinbar alle Jahre dazu kommt. In Sterzing - besonders in der Zone gegenüber dem CAI-Gelände in Richtung Penser Joch - erregen "vermummte Bäume und Gräser" Aufmerksamkeit.

Die Bilder sind beeindruckend, die Reaktionen der Passanten gemischt - zwischen aufmerksam, verwundert und beängstigt. STOL hat nachgefragt, was es mit dem Phänomen auf sich hat. 

"Das ist typisch für diese Zeit", heißt es aus der Forststation Sterzing, die alsgleich Entwarnung gibt. 

 

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Die Bäume werden völlig eingesponnen. Foto: Andreas Kostner

 

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte hat die Bäume Ende Mai bis Anfang Juni mehr oder weniger kahl gefressen und mit dem silbrig glänzenden Gespinst überzogen.

Zwischen Baum und Gespinstmotte habe sich eine Art "Lebensgemeinschaft" gebildet, so Alois Hofer von der Forststation. Die Bäume würden im kommenden Jahr wieder gewöhnlich austreiben. Gegenmaßnahmen bräuchte es in der Regel nicht. 

Zum Verhalten der Passanten meint er: "Die Leute sollen sich keine Sorgen machen. Sie brauchen auch nicht ausweichen." Körperkontakt sollte man - aus Respekt vor der Natur - unterlassen. 

 

Der Falter der Traubenkirschen-Gespinstmotte ist von anderen Arten durch die fünf Reihen feiner schwarzer Punkte auf dem sonst einheitlich silbrigen Vorderflügel zu unterscheiden. Foto: L. Dalen, forestryimages.org

stol/ker

stol