<BR /><BR />In den frühen Morgenstunden wurden Südtiroler Finanzpolizisten bei einem Mann im Unterland vorstellig, um seine Wohnung und sein Unternehmen zu durchsuchen. Güter im Wert einer hohen 6-stellige Geldsumme wurden beschlagnahmt. <h3> Durchsuchungen und Beschlagnahmen in 27 Provinzen </h3>Zum selben Zeitpunkt haben Dutzende weitere Finanzpolizisten in 27 Provinzen, darunter Mailand, Rom, Florenz, Neapel und Trapani, im Rahmen derselben Ermittlungsaktion Durchsuchungen und Beschlagnahmen durchgeführt. Die Aktion verlief unter der Leitung der Staatsanwaltschaft von Reggio Emilia. <BR /><h3> Italienweiter 104-Millionen-Euro-Betrug </h3>Die Ermittler verdächtigen 87 Personen, eine kriminelle Vereinigung zum Zweck des Steuerbetrugs im großen Stil gebildet zu haben. Im Ermittlungsregister eingetragen sind auch 4 Unternehmen – über dieselben sollen die Verdächtigen Kredite an Dutzende Betriebe in Italien vergeben haben. <BR /><BR />Wie sich herausstellte, sollen diese Kredite aber gefälscht gewesen sein und einzig dem Zwecke gedient haben, den Beteiligten unrechtmäßige Steuervergütungen zu gewähren. Durch diesen Trick sollen sie den Staat um etwa 104 Millionen Euro betrogen haben. <BR /><h3> Verdacht: Steuervergütungen um 900.000 Euro unrechtmäßig erhalten </h3>In den Genuss dieser unrechtmäßigen Steuervergütungen soll unter anderem ein Unternehmer im Unterland gekommen sein. Es handelt sich dabei um einen in Neumarkt wohnhaften Mann aus der Provinz Crotone in Kalabrien mit einer Firma in derselben Gemeinde. Die Finanzpolizei verdächtigt ihn, insgesamt mehr als 900.000 Euro an Steuervergütungen illegal erhalten zu haben. <BR /><BR />Im Anschluss an die heute durchgeführte Durchsuchung in seinem Haus und am Unternehmenssitz wurde der Kalabrier wegen unrechtmäßigem Beziehen von öffentlichen Zuwendungen sowie betrügerischen Angaben gegenüber Amtspersonen auf freiem Fuß angezeigt.