Dienstag, 26. Januar 2016

Steuerskandal in der italienischen Fußball-Profiliga

Die italienische Justiz ermittelt in einem massiven Steuerskandal gegen zahlreiche Fußballclubs aus der Serie A und B. Zu den 64 Verdächtigen, die Steuern hinterzogen und Bilanzen gefälscht haben sollen, gehören angeblich mehrere Präsidenten und hohe Funktionäre renommierter Teams.

Im Fadenkreuz der Finanzwache: Claudio Lotito, Adriano Galliani und Aurelio De Laurentiis
Im Fadenkreuz der Finanzwache: Claudio Lotito, Adriano Galliani und Aurelio De Laurentiis - Foto: © LaPresse

Dabei soll es sich auch um den Geschäftsführer des AC Milan, Adriano Galliani, den Vorsitzenden des SSC Neapel, Aurelio De Laurentiis, und Lazio-Präsident Claudio Lotito handeln, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag.

Die Staatsanwaltschaft Neapel hat den Angaben zufolge 35 Clubs im Visier. Am Dienstag seien zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt worden, etwa in den Räumen des AC Mailand. Dabei sei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden: Die Rede ist von Bargeld, Immobilien und Unternehmensanteilen im Wert von rund 12 Millionen Euro. Bei den Vorwürfen geht es unter anderem um Betrügereien bei Spielertransfers.

Ermittelt wird auch gegen den von Milan an Bergamo verliehenen Nationalspieler Gabriel Paletta, Milan-Profi Antonio Nocerino und Bergamo-Stürmer German Denis. Außerdem sei laut der Nachrichtenagentur Ansa auch der ehemalige Serie-A-Stürmer Hernan Crespo im Visier der Fahnder.

apa/dpa/stol

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