Wie ist diese Nähe der STF-Jugend zur AfD einzuordnen, die vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird?<BR /><BR />„Die Junge Süd-Tiroler Freiheit wurde von der ‚Generation Deutschland‘ zum Kongress eingeladen, weshalb wir mit einer kleinen Delegation dorthin gefahren sind“, erklärt die STF-Landesjugendsprecherin Melanie Mair gegenüber s+.<BR /><BR /> Inhaltlich habe sich Mair in ihrer Ansprache vor allem mit der jüngeren Geschichte Südtirols beschäftigt – von der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg über den Befreiungsausschuss Südtirol (BAS) und die Feuernacht bis hin zum Autonomiestatut. Auch aktuelle politische Themen seien zur Sprache gekommen, darunter die Teilung des Wahlkreises Bozen-Unterland, erklärt sie. Begleitet wurde Mair von Vize-Landesjugendsprecher Hansjörg Karbon und Jugendleiterin Karin Larcher.<BR /><BR />Eine besondere politische Nähe zur AfD will die STF darin allerdings nicht erkennen. Den entsprechenden Vorwurf weist der STF-Landtagsabgeordnete Sven Knoll entschieden zurück. <BR /><BR />„Das Treffen ist nicht anders einzuordnen als mein Treffen mit der Grünen-Vizebürgermeisterin von Wien, unsere Kontakte zu SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und NEOS im österreichischen Nationalrat, unsere Kontakte zu den Sorben in Deutschland und der Bayernpartei oder unsere Kontakte zu linken und rechten Minderheitenorganisationen in ganz Europa“, so Knoll. <BR /><BR />Die Süd-Tiroler Freiheit treffe sich seit jeher mit allen demokratisch gewählten Parteien, um sie über Südtirol zu informieren, und werde das auch weiterhin tun.