Freitag, 13. Mai 2016

Stiftung Bischof Golser stellt neue Broschüre vor

Die Stiftung Bischof Golser hat Landeshauptmann Kompatscher ihre neue Broschüre vorgelegt. Der Landeshauptmann hat seine Untersützung zugesagt.

Dem ehemaligen Bischof Karl Golser ist eine Stiftung gewidmet, die sich um Parkinson-Patienten kümmert.
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Dem ehemaligen Bischof Karl Golser ist eine Stiftung gewidmet, die sich um Parkinson-Patienten kümmert. - Foto: © D

Die Stiftung "Bischof Dr. Karl Golser" hat sich der Unterstützung von Menschen verschrieben, die an einem atypischen Parkinson-Syndrom leiden. Nun hat sie eine zweisprachige Broschüre veröffentlicht. Die Gründungsmitglieder, Gregor K. Wenning und Inga Hosp, haben die Publikation jüngst Landeshauptmann Arno Kompatscher vorgelegt, der Schirmherr der Stiftung ist. In der die Stiftungsziele und die Tätigkeit der Organisation beschrieben werden. Zudem wird auf Unterstützungsmöglichkeiten hingewiesen.

Stiftung Bischof Golser begleitet Parkinson-Erkrankte

Im vergangenen Jahr 2015 war die Stiftung Bischof Golser aus der Taufe gehoben worden, um Menschen, die an einem atypischen Parkinson-Syndrom leiden und allen, die sie begleiten, mit medizinischem Wissen zur Seite zu stehen. Gleichzeitig will die Stiftung die wissenschaftliche Erforschung der Krankheit und die Entwicklungen entsprechender therapeutischer Maßnahmen zu fördern.

Dabei stützt sich die Stiftung auf die Forschungsarbeit der Medizinische Universität Innsbruck, wo das Zentrum für Neurobiologe schon seit 20 Jahren die atypischen Parkinson-Syndrome in den Brennpunkt gerückt hat und das der Neurobiologe Gregor K. Wenning leitet. Hinzu kommt die europäische Akademie EURAC in Bozen, an der sich um den Mediziner Peter Paul Pramstaller ein hochkarätiges Parkinson-Forschungszentrum entwickelt hat.

Im Gespräch mit Landeshauptmann Kompatscher betonten die beiden Vertreter der Stiftung Bischof Golser, ein wichtiges Anliegen ihrer Stiftung sei die Forschungsförderung. Die vier Formen atypischer Parkinson-Syndrome machten nur fünf bis zehn Prozent aller Parkinson-Fälle aus, in Südtirol beispielsweise knapp 200 von über 2000. Da aber diese Hirnerkrankungen besonders aggressiv seien und auf eine Dopamin-Ersatzherapie nicht ansprächen, werde nach neuen Therapien gesucht. Zu diesem Zweck möchte die Stiftung ein Stipendium für ein Forschungsdoktorat ausschreiben.

Karl Golser war von 2008 bis 2011 Bischof der Diözese Bozen-Brixen. Wegen seiner Erkrankung an einem atypischen Parkinson-Syndrom hatte er im Sommer 2011 seinen Rücktritt beantragt. Bischof Golser gilt als ausgewiesener Experte für Bioethik, Wirtschaftsethik und Ethik in der Informationstechnologie. Als Professor für Moraltheologie hat er sich eingehend mit den ethischen Fragen des Lebens im Allgemeinen und des kranken Menschen im Besonderen befasst.

stol