Dies geht aus einer Erhebung der unabhängigen Stifung „Gimbe“ mit Sitz in Bologna hervor.<BR /><BR />Seit zweieinhalb Monaten gebe es einen Anstieg der Neuerkrankungen, sagt „Gimbe“-Präsident Nino Cartabellotta. „In der letzten Woche ist die Zahl mit über 320.000 Fällen sprunghaft angestiegen.“ Das sei einerseits auf die erhöhte Viruszirkulation zurückzuführen, aber auch auf die gestiegene Zahl der Abstriche.<BR /><BR />In der Woche vom 22. bis 28. Dezember gab es in allen Regionen – <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/italien-infektionen-rund-um-suedtirol-steigen-deutlich-an" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">außer in Südtirol</a>, wo es in diesem Zeitraum nur 2,3 Prozent waren – einen Anstieg der Neuinfektionen, der von 9,6 Prozent in Friaul-Julisch Venetien bis zu 257,6 Prozent in Umbrien reicht. In 45 Provinzen gibt es mehr als 500 Fälle pro 100.000 Einwohner.<BR /><BR />Die Stiftung „Gimbe“ weist darauf hin, dass „das Testsystem bereits auf der Kippe steht, dass es zu viele falsch-negative Ergebnisse bei den Antigen-Abstrichen gibt und dass mit dem Auftreten einer großen Zahl von Fällen die Gefahr eines Lockdowns besteht, unabhängig von der <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/italien-lockert-quarantaene-vorschriften" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Änderung der Quarantänevorschriften</a>“.<BR /><BR /><b>81,4 Prozent der Menschen in Italien haben erste Dosis</b><BR /><BR />Bis zum 29. Dezember hatten 81,4 Prozent der Bevölkerung in Italien (48,2 Millionen) mindestens eine Impfdosis erhalten, das sind 234.253 Personen mehr als in der Vorwoche, und 78,1 Prozent (46 Millionen) haben den ersten Zyklus abgeschlossen. Die Zahl der Ungeimpften ist jedoch nach wie vor hoch: 9,4 Millionen, von denen 2,3 Millionen über 50 und 3,4 Millionen zwischen 5 und 11 Jahre alt sind. Die Abdeckung durch die dritte Dosis liegt bei 58,9 Prozent, wobei es erhebliche regionale Unterschiede gibt. Während der Feiertage – zwischen dem 20. und 26. Dezember – wurde deutlich weniger geimpft <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/warten-auf-die-impfung-10-tage-sind-zumutbar" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(STOL hat berichtet)</a>, insbesondere die Zahl der neu geimpften Personen über 12 Jahren ist gesunken (minus 47,5 Prozent gegenüber der Vorwoche). <BR /><BR />In den vergangenen 2 Wochen stieg die Zahl der Abstriche insgesamt von 3.750.804 vom 8. bis 14. Dezember auf 5.175.977 vom 22. bis 28. Dezember (plus 38 Prozent), was auf die Zunahme sowohl der Schnellabstriche (plus 38,7 Prozent) als auch der Molekularabstriche (plus 36,3 Prozent) zurückzuführen ist.<BR /><BR />„Gimbe“ warnt, die Regeln für das Testen in Italien müssten überarbeitet werden: „Der Wettlauf um Abstriche ohne Regeln überlastet das Testsystem und verhindert, dass genügend Zeit bleibt, um diejenigen zu testen, die es wirklich brauchen“; außerdem vermittle die ungeregelte Verwendung von Schnellabstrichen bei asymptomatischen Personen falsche Sicherheit.