Montag, 06. Februar 2017

Straßendienst: Winterreifen und Schneeketten sind Pflicht

Wie sich bei den Schneefällen am vergangenen Wochenende wieder gezeigt hat, ist es auch bei funktionierendem Winterdienst, vor allem auf den Passstraßen, notwendig, dass alle Verkehrsteilnehmer die Straßen mit Winterausrüstung befahren.

Wenn die Straßen im Winter mit Schnee bedeckt sind, ist das Anbringen bzw. Mitführen einer Winterausrüstung an den Fahrzeugen vorgeschrieben.
Badge Local
Wenn die Straßen im Winter mit Schnee bedeckt sind, ist das Anbringen bzw. Mitführen einer Winterausrüstung an den Fahrzeugen vorgeschrieben.

Um die Sicherheit auf Südtirols Straßen zu gewährleisten, haben die Straßenwärter des Straßendiensts des Landes bei Schneefällen 2800 Kilometer an Landes- und Staatsstraßen von ihren 47 Stützpunkten im ganzen Land im Auge. Dabei wird einerseits morgens gestreut, andererseits rücken die Straßenwärter bei intensivem Schneefall mit Schneepflügen aus. 

„Ziel und Aufgabe des Straßenbetreibers ist es, die Straße mit Winterausrüstung befahrbar zu halten und nicht, die Straße mittels Schwarzräumung für den allgemeinen Verkehr frei zu machen“, unterstreicht Philipp Sicher, geschäftsführender Direktor der Landesabteilung Straßendienst.

Bei Unfällen gemeinsame Arbeit unbedingt notwendig

Im Falle eines Unfalls oder eines Verkehrsstaus aufgrund hängengebliebener Fahrzeuge sei der Straßendienst allerdings nicht in der Lage die Räumung bzw. Streuung durchzuführen, da dieser wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch im Verkehr blockiert sei.

„Bei Einsätzen nach Staubildungen oder anderen Unfällen arbeiten wir mit den freiwilligen Feuerwehren und allen anderen Einsatzkräften gut zusammen, denn wenn es um die Sicherheit geht, ist die gemeinsame Arbeit aller gefragt“, unterstreicht Sicher.

Winterausrüstung Pflicht

Der Abteilungsdirektor verweist in diesem Zusammenhang auch nochmals auf die generelle Winterreifen- bzw. Kettenpflicht, die in Südtirol gilt. „Die Winterausrüstungspflicht ist bei schneebedeckter Fahrbahn, Schneefall oder Eisbildung einzuhalten, und zwar immer dann, wenn die am Fahrbahnrand angebrachten entsprechenden Schilder sichtbar sind“, betont auch Landesrat Mussner.

Sind diese Warnschilder am Straßenrand angebracht, so ist die Winterausrüstung für alle Verkehrsteilnehmer Pflicht. - Foto: LPA

„Wer im Winter nicht mit geeigneter Ausrüstung und angepasstem Fahrstil unterwegs ist, macht sich nicht nur strafbar, sondern gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer“, so der Landesrat.

Zur Standardausrüstung für den Winter gehören Winterreifen, Schneeketten und Eiskratzer, dazu kommt ein defensiver Fahrstil, sprich: geringere Geschwindigkeit und größere Sicherheitsabstände wegen der längeren Bremswege.

LPA 

stol