Donnerstag, 16. März 2017

Streit um den Wiesn-Bierpreis

In München wird über den Wiesn-Bierpreis gestritten. Josef Schmid, Stellvertreter von Oberbürgermeister Dieter Reiter, hat vorgeschlagen, den bisher jährlich steigenden Preis für die Maß auf dem Oktoberfest 3 Jahre lang bei 10,70 Euro zu deckeln – dem Höchstpreis 2016.

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Die Bierpreisbremse gehört zu einem größeren Maßnahmenpaket, das Schmid vorschlägt. Dazu zählt auch eine Umsatzpacht für die Wirte, mit der zusätzliche Ausgaben der Stadt in Millionenhöhe u. a. für mehr Sicherheitspersonal wegen Terrorgefahr finanziert werden sollen.

Schmid möchte von den Wirten anstatt bisher rund 3,5 Millionen künftig etwa 8,5 Millionen Euro kassieren. Seine Befürchtung ist, dass die Wirte die Mehrkosten auf das Bier umlegen und damit für einen drastischen Anstieg des Bierpreises sorgen könnten.

Die Wirte haben gegen Schmids Pläne massiv protestiert und werfen ihm Populismus vor. Wirtesprecher Toni Roiderer warnte vor einem „Machtdiktat“.

Die Gefahr bestehe, dass womöglich Familien noch tiefer in die Tasche greifen müssten, weil die Wirte ihre Preise für Hendl, Würste und Brezen erhöhen müssten, um kostendeckend wirtschaften zu können.

Jetzt hat Oberbürgermeister Reiter seinen Stellvertreter dazu verdonnert, den Konflikt mit den Wiesn-Wirten möglichst schnell zu lösen.

dpa

stol