<BR />Ulli Mair fackelt nicht lange. Der Verwaltungsrat des WOBI habe „keinerlei Mehrwert“ erbracht. Jetzt, wo dessen Mandat ausläuft und Direktor Wilhelm Palfrader in Pension geht, sei der Verwaltungsrat abzuschaffen. Das WOBI bliebe Hilfskörperschaft des Landes, hätte aber nur mehr einen Direktor, wie z.B. der Sanitätsbetrieb. <BR /><BR />„Kurze Entscheidungswege“, sagt Mair. Eine politische Aufsicht durch die Landesregierung gebe es bereits. „Wir brauchen kein zweites Gremium, das Politik macht.“<BR /><BR />Anders sehen es die italienischen Partner. Politische Praxis war stets, den Chefsessel des WOBI italienisch (Francesca Tosolini) zu besetzen, wenn die Landesrätin (Ulli Mair) der deutschen Volksgruppe angehört.<BR /><BR /> „Der Verwaltungsrat muss bleiben, um Weisungen der Politik umzusetzen. Wenn es um Visionen geht, so müssen diese aus dem Assessorat kommen“, so Landesrat Galateo. Anders gesagt: Fehlen dem WOBI Visionen, dann fehlt es bei Mair.<BR /><BR />Für Montag sind die Mehrheitsparteien einberufen. „Verwaltungsrat ja oder nein ist nicht die entscheidende Frage. Wichtiger ist, welche Tätigkeiten sie entfalten und wie sie schneller und effizienter in der Umsetzung werden“, sagt Arno Kompatscher.<BR /><BR /> Die soziale Mitte in der SVP darf eine Reform nicht primär mit dem Ziel erfolgen, Kosten zu sparen. „Ob dann der Verwaltungsrat wegfällt oder nicht: Entscheidend ist, dass am Ende eine schlagkräftige Organisation steht, die den sozialen Wohnbau in den Mittelpunkt stellt“, so Vorsitzende Gabriele Morandell.