Angezogen wurde ein jugendliches Publikum, das nach Sperrstunde in anderen Lokalen in die Streitergasse weitergewandert ist. Ausgeschenkt wurde Alkohol zu Dumpingpreisen und in Plastikbechern.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="950875_image" /></div> <BR />Die Anrainer haben es nun geschafft: Das Lokal mit dem bezeichnenden Namen „Fastidi“ in der Dr.-Streitergasse muss langfristig schließen. Die Beanstandungen der Gemeinde und der Nachbarn waren vielfältig. Den Ausschlag gab letztlich, dass die „urbanistischen Voraussetzungen nicht gegeben sind“, erklärt Stadträtin Johanna Ramoser. <BR /><BR />Bis zum 30. September hatte der Lokalbetreiber Zeit, einige fehlende Dokumente im Rathaus vorzulegen, da die Bar ohne Benutzungsgenehmigung in Betrieb genommen wurde. Eine Gastlizenz wurde hingegen sehr wohl ausgestellt. So ergab sich die paradoxe Situation, dass das Nachtlokal offen halten konnte, wegen der fehlenden Genehmigung aber jeden offenen Tag ein Bußgeld bezahlen musste. <h3> <h3> „Notwendige Unterlagen nicht nachgereicht“</h3> </h3>Damit soll nun Schluss sein und auch mit den Protesten der Anrainer. Zunächst hatte das Urbanistikamt noch eine Strafe erteilt, am Mittwoch schritt dann das Wirtschafts- bzw. Lizenzamt der Gemeinde ein. Die zuständige Stadträtin Johanna Ramoser unterzeichnete die Anordnung zur sofortigen Schließung des Lokals. <BR /><BR />Begründet wird dieser Schritt vor allem mit den weiterhin fehlenden Unterlagen, die die Nutzung des Lokals in urbanistischer Hinsicht ermöglichen würden. „Der Betreiber hat die notwendigen Dokumente nicht eingereicht, die urbanistischen Voraussetzungen sind nicht gegeben“, erklärt Ramoser den Schritt. „Ich begrüße die Schließung, auch weil das Lokal bei den Anrainern unangenehm aufgefallen ist“, ergänzt die Stadträtin. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="950878_image" /></div> <h3> <h3> „Gegen normales Lokal nichts einzuwenden“</h3> </h3>Die Anrainer zeigen sich indessen erleichtert. „Es ging uns nie darum, jegliche Aktivität in dem Kellerlokal zu unterbinden“, betont Michele Benvenuti, der im Haus wohnt. Die Zustände seien aber nicht mehr tragbar gewesen: „Erbrochenes vor dem Stiegenaufgang, Lärm bis Mitten in die Nacht, mutwillige Zerstörung der Bepflanzung vor dem Haus, das alles hatte wir hinzunehmen“, sagt er. <BR /><BR />Gegen ein Lokal, das um 22 Uhr schließt und in dem es gesittet zugeht, habe niemand etwas einzuwenden. Eventuell, so denkt Benvenuti an, könnten die Anrainer den Keller selbst mieten, um ihn als Depot zu nutzen.