Am Abend des 30. September eskalierte ein Streit auf den Bozner Talferwiesen in eine blutige Massenschlägerei: Rund 15 Personen, teils mit Messern, Baseballschlägern und Macheten bewaffnet, gingen aufeinander los( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/massenschlaeger-auf-der-talfer-2-vorbestrafte-in-lebensgefahr-7-anzeigen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>).<BR /><BR />Nur wenige Minuten nach dem Notruf trafen die Beamten ein und fanden 4 Personen mit teils schwersten Verletzungen auf dem Boden liegend. 2 von ihnen, 29 und 40 Jahre alt, erlitten lebensgefährliche Verletzungen und wurden in die Intensivstation eingeliefert. Ein 25-Jähriger erlitt eine schwere Handverletzung, ein 28-Jähriger einen Bruch am Ellbogen. Auch 2 weitere Beteiligte suchten später medizinische Hilfe.<BR /><BR />Nun hat die Staatspolizei die Hintergründe dieses Gewaltausbruches ermittelt. 3 vorbestrafte Personen wurden verhaftet, gegen 2 Personen wurde ein Ausweisungsbescheid verhängt.<h3> Rivalisierende Gruppen gehen aufeinander los</h3>Die Ermittlungen der Staatspolizei ergaben, dass der Konflikt durch alte Fehden zwischen 2 rivalisierenden Gruppen ausgelöst wurde. Die Angreifer, angeführt von 2 italo-iranischen Brüdern (33 und 24 Jahre alt), hatten die Opfer Tage zuvor bedroht und die Auseinandersetzung vorbereitet. <BR /><BR />Begleitet von etwa 10 Komplizen attackierten sie die andere Gruppe mit brutalem Waffeneinsatz. Der ältere Bruder verletzte mit einer Machete 2 Männer so schwer, dass einer von ihnen in Lebensgefahr schwebte.<h3> 3 Männer festgenommen</h3>Die Ermittler konnten Kleidung und Waffen, die mit Blutspuren belastet waren, sicherstellen. Auf Basis der Beweise erließ das Bozner Gericht Haftbefehle gegen die beiden Brüder und einen 24-jährigen afghanischen Mittäter. Alle 3 wurden verhaftet und befinden sich nun in Untersuchungshaft.<BR /><BR />Ein weiterer Beteiligter, ein 31-jähriger Albaner, wurde umgehend abgeschoben. Auch gegen den 24-jährigen Afghanen wurde eine Ausweisung angeordnet, die jedoch erst nach Abschluss seines Gerichtsverfahrens vollzogen wird.<h3> Sartori: „Weitere Eskalation verhindern“</h3>Der Bozner Quästor Paolo Sartori betont in einer Aussendung die Dramatik des Vorfalls: „Diese unprovozierte Gewalt hätte leicht in einer Tragödie enden können. Solche Taten dürfen nicht toleriert werden. Die entschlossenen Maßnahmen sollen nicht nur die Täter zur Rechenschaft ziehen, sondern auch weitere Eskalationen verhindern.“<BR /><BR />Die Polizei hat zudem Verfahren zur Überwachung der weiteren Beteiligten eingeleitet, um künftig die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.