Eine Analyse der Einnahmen bringt interessante Details ans Tageslicht. So kassiert Corvara dank Tourismus mehr GIS ein als die Stadt Sterzing. Und St. Leonhard bringt der Strom mehr Geld in die Kassen, als viele Gemeinden insgesamt einnehmen.<BR /><BR /><BR />Südtirols Gemeinden hängen am Tropf des Landes. Es gleicht aus, was die Gemeinden nicht alleine stemmen – und das ist in 2 Fällen gar nichts. Mit Gesamteinnahmen von 4,14 und 2,97 Millionen Euro nehmen Wolkenstein und Corvara so viel selbst ein, dass sie vom Land 0 Euro erhalten. Und zwar dank Tourismus und GIS, welcher der 1300-Seelen-Gemeinde Corvara mehr Einnahmen beschert als Sterzing mit 7000 Einwohnern.<BR /><BR />Insgesamt nahmen die Gemeinden 2022 knapp 250 Millionen Euro ein. Den Löwenanteil macht mit 195 Millionen Euro die <b>Immobiliensteuer GIS</b> aus. Sie schwemmt Bozen 37,6 Millionen Euro, Meran 14,1, Brixen 7,8 und Bruneck 7,5 Millionen Euro in die Kassen. Zu den GIS-Weltmeistern zählt auch Kastelruth. 5,1 Millionen Euro an GIS kassierte die Tourismushochburg unterm Schlern. Das ist ein gutes Stück mehr als deutlich größere Gemeinden wie Leifers oder Lana an GIS eingenommen haben.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src="https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="63b4640b0972460011239aa3" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = "https://view.genial.ly/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <BR /><BR />Auf Rang 2 der kommunalen Einnahmequellen folgt der <b>Strom</b>. Knapp 30 Millionen Euro kassieren die Gemeinden über die Energiegesellschaft Alperia und eigene Werke. In Bozen waren es 2021 stolze 6,944 Millionen Euro, in Meran mit 6,955 Millionen Euro sogar etwas mehr. Ins Auge sticht St. Leonhard: Das Kraftwerk Enerpass bescherte der Gemeinde 1,3 Millionen Euro – das sind mehr Einnahmen als viele Gemeinden insgesamt verzeichnen. Hinzu kommt für Standort- und Ufergemeinden 11 Millionen Wasserzins.<BR /><BR />Immerhin 13,2 Millionen Euro nehmen die Gemeinden über eigene <b>Immobilien</b> ein. <b>Grundbesitz</b> beschert ihnen hingegen insgesamt nur magere 1,5 Millionen Euro.<h3> Bozen nimmt am meisten ein</h3>In absoluten Zahlen verzeichnet Bozen mit 48,9 Millionen Euro die größten Gesamteinnahmen, gefolgt von Meran (21,9), Brixen (8,9), Bruneck (8,7), Sterzing (6,7), Kastelruth (5,5), Eppan (5,4), Leifers (4,8), Ritten (4,2) und Wolkenstein 4,1 Millionen Euro.<BR /><BR />Die ärmsten Schlucker sind mit 122.000 Euro und 134.000 Eigeneinnahmen Proveis und Laurein. Prettau muss sich mit 184.000 Euro zufrieden geben, in Kurting sind es 198.00 Euro. Prags hat zwar seinen Wildsee, die Finanzkraft ist mit 300.000 Euro aber ebenfalls mager.<BR /><BR />Dass es die Größe allein aber nicht ausmacht, zeigt die Gemeinde Corvara. Sie nimmt 2177 Euro pro Einwohner ein, in Wolkenstein sind es 1592 Euro, in Abtei 942 Euro, in Kastelruth 812. Zum Vergleich: Bozen kassiert 457 Euro je Einwohner. Am wenigsten pro Kopf dürfte mit 255 Euro Mölten erhalten.<BR /><BR />