Montag, 11. März 2019

Stromausfall in Venezuela: 80 Neugeborene tot

Seit Tagen liegen große Teile Venezuelas im Dunkeln, ein Stromausfall hat das Land ins Chaos gestürzt. Berichten zufolge sollen bereits 80 Neugeborene in einem Krankenhaus gestorben sein.

Große Teile Venezuelas liegen seit Donnerstag im Dunkeln.
Große Teile Venezuelas liegen seit Donnerstag im Dunkeln. - Foto: © APA/AFP

Nach dem tagelangen Stromausfall in Venezuela will der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaido den Notstand erklären lassen.

Am Montag sollten die Abgeordneten des Parlaments auf einer außerordentlichen Sitzung den Nationalen Notstand erklären. „Wir können nicht den Blick verschließen vor der Tragödie, die unser Land erlebt“, sagte Guaido am Sonntag.

US-Senator Marco Rubio teilte auf Twitter die Nachricht, dass bereits 80 Neugeborene wegen des Stromausfalls im Universitäts-Krankenhaus in Maracaibo gestorben seien.

Teile des Landes sind bereits seit Donnerstag von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Zahlreiche Geschäfte blieben wegen des Stromausfalls geschlossen, in Caracas funktionierte die Metro nicht, am internationalen Flughafen fielen zahlreiche Flüge aus. Am Montag sollten Beamte, Arbeiter und Schüler erneut zu Hause bleiben.

Nach Angaben der Opposition hatte ein Buschfeuer nahe einer wichtigen Hochspannungsleitung das Stromnetz kollabieren lassen. Daraufhin schalteten sich die Turbinen im Wasserkraftwerk Guri ab. Die sozialistische Regierung von Maduro hingegen machte einen von den USA geplanten Cyberangriff für den Stromausfall verantwortlich.

apa

stol