Der Jugendliche aus Saronno in der Lombardei war mit einer befreundeten Familie im Urlaub und wollte offenbar nur eine Attraktion ausprobieren<BR />- wenige Minuten später kämpften Ärzte vergeblich um sein Leben.<BR /><BR />Der Notruf ging am Donnerstagabend gegen 23 Uhr ein. Der Junge wurde in äußerst kritischem Zustand in das Krankenhaus San Paolo in Savona gebracht. Trotz mehr als zweistündiger Wiederbelebungsversuche konnten die Ärzte ihn nicht retten. Er starb noch im Krankenhaus.<BR /><BR />Die genaue Ursache des Unglücks ist Gegenstand der Ermittlungen. Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich der Unfall an einem sogenannten „Calciometro“ - einer Jahrmarktattraktion, bei der Besucher mit einem kräftigen Tritt gegen einen Ball ihre Trittstärke messen können. Der Jugendliche soll sich vorher einen Schuh ausgezogen haben, um barfuß zu treten. Dabei könnte er mit einem unter Spannung stehenden Teil der Anlage in Kontakt gekommen sein und einen heftigen Stromschlag erlitten haben.<BR /><BR />Im Fokus der Ermittler steht besonders das Wetter vor dem Unfall. <BR />Wenige Stunden zuvor war ein heftiger Regenschauer über die Region gezogen. Eine mögliche Erklärung ist, dass Wasser in die elektrische Steuerung der Anlage eingedrungen sein könnte. Ob dies tatsächlich zum tödlichen Stromschlag führte, müssen technische Gutachten klären.<BR /><BR />Die Polizei beschlagnahmte den betroffenen Bereich des Vergnügungsparks. Bürgermeister Mattia Fiorini ordnete nach dem Unglück die vollständige Schließung des gesamten Luna Parks von Spotorno an.<BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft von Savona leitete ein Verfahren wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung gegen Unbekannt ein. In den kommenden Tagen soll eine Obduktion durchgeführt werden. Die Ermittler wollen klären, ob ein technischer Defekt, mangelnde Wartung oder Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften zu dem Tod des Jugendlichen geführt haben.<BR /><BR />Der Unfall erschüttert die Gemeinde Spotorno und reiht sich in eine Reihe schwerer Unglücksfälle während der italienischen Sommersaison ein, bei denen Sicherheitsfragen in Freizeitanlagen erneut in den Mittelpunkt gerückt sind.