Dies zumindest fordern die Etschwerke in einer Aufforderung zum Tätigwerden („istanza“) ans das Land.Vorläufiger Höhepunkt des StromstreitsDamit steuert der vor einer Woche mit der Aufkündigung aller Abkommen mit der SEL seitens der Etschwerke neu aufgeflammte Streit zwischen den zwei „Platzhirschen“ am Südtiroler Strommarkt auf den Höhepunkt zu.Denn: In ihrem Schreiben an das Land weisen die Etschwerke darauf hin, dass der Vergabe der Konzessionen klare Rechtswidrigkeiten zugrunde liegen. Die Landesregierung als Konzessionsvergeber sei also „im Selbstschutzweg“ angehalten, folgende drei Schritte zu setzen.1) Die Beschlüsse, mit denen die Konzessionen der SEL zugewiesen wurden, sollen zurückgezogen werden. 2) Da sie getrickst habe, sei die SEL vom Wettbewerb auszuschließen. 3) Die Projekte aller anderen Teilnehmer sollen geprüft, gereiht und ein neuer Sieger soll auserkoren werden.Keine Annullierung gefordert„Wir haben kein Interesse, das System zu Einsturz zu bringen“, sagt Etschwerke-Präsident Massimiliano Sturaro. Deshalb habe man auch nicht die Annullierung der Konzessionen gefordert.Nur weil ein Wettbewerbsteilnehmer gemogelt habe, müsse nicht die ganze Ausschreibung den Bach hinuntergehen. Wie in der Schule fliegt der Schüler, der beim Schwindeln ertappt wird, raus. Alle anderen dürfen aber weiterschreiben.Landesrat Florian Mussner spricht von einem „bösen Brief“. Das Vorgehen der Etschwerke sei schade, komme aber nicht unerwartet. Am Montag sei deshalb in der Landesregierung ein rasches Treffen mit den Etschwerken besprochen worden. Allzu eilig hatte man es damit aber offenbar nicht.D/bv____________________Warum die Landesregierung laut Luis Durnwalder der Forderung der Etschwerke "sicher nicht nachkommen" werde, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe der "Dolomiten"