Montag, 20. April 2015

Studenten-Massaker in Mexiko: Experten forderten weitere Ermittlungen

Über ein halbes Jahr nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an Dutzenden Studenten in Mexiko haben Menschenrechtsexperten weitere Ermittlungen gefordert.

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Archivbild - Foto: © APA/AP

Sie hätten einen Großteil der fast 80.000 Seiten starken Untersuchungsakte ausgewertet und die Behörden auf neue Ermittlungsansätze aufmerksam gemacht, sagte Carlos Beristain am Montag.

Der Spanier hat gemeinsam mit vier Kollegen den Fall im Auftrag der Interamerikanischen Menschenrechtskommission untersucht.

Polizisten sollen Ende September in der Stadt Iguala 43 Studenten der linksgerichteten Hochschule Ayotzinapa verschleppt und sie der kriminellen Organisation „Guerreros Unidos“ übergeben haben.

Bandenmitglieder räumten den Ermittlern zufolge ein, die jungen Leute getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Die Familien der Opfer hegen allerdings Zweifel an den offiziellen Ermittlungsergebnissen und fordern weitere Untersuchungen.

apa/dpa

stol