Mittwoch, 30. September 2015

Studie zum Ausbau der Passeirerstraße vorgestellt: Konsens muss her

Die Passeirerstraße im Abschnitt ab der Kreuzung Dorf Tirol bis Saltaus wird ausgebaut. Aber wie genau? Die Studie dazu wurde den Passeirer Bürgermeistern von Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Christian Tommasini am Dienstag vorgestellt.

Bei einer Aussprache wurden den Bürgermeistern des Passeiertals von LR Christian Tommasini und LH Arno Kompatscher (nicht im Bild) die möglichen Varianten des Ausbaus der Passeirerstraße vorgestellt.
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Bei einer Aussprache wurden den Bürgermeistern des Passeiertals von LR Christian Tommasini und LH Arno Kompatscher (nicht im Bild) die möglichen Varianten des Ausbaus der Passeirerstraße vorgestellt. - Foto: © LPA

Die Passeirerstraße erfüllt im Bereich zwischen der Tiroler Kreuzung und Saltaus die heutigen Anforderungen nicht mehr. Zum Teil entspricht die Trassenführung nicht den Straßenbaurichtlinien und der Verkehr verläuft durch Riffian und Saltaus, wodurch die Ortschaften entsprechenden Belastungen ausgesetzt sind.

Im Herbst 2014 haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Bautenlandesrat Christian Tommasini mit den örtlichen Bürgermeistern die Ausarbeitung einer Gesamtlösung für den Straßenabschnitt Tirol-Saltaus zwischen Km 2,2 und Km 10,5 vereinbart, um so den Verkehrsfluss im Tal zu verbessern.

Geringfügige Verbesserung des Bestandes, größere Korrekturen oder Neutrassierung? 

Als Grundlage für die neue Studie sollten die im Jahr 1995 durchgeführte Überprüfung der Staatsstraßen und weitere bereits vorhandene Untersuchungen dienen. Die Ergebnisse dieser neuen Studie sehen verschiedene Ausbauvorschläge vor, die von einer geringfügigen Verbesserung des Bestandes über größere Korrekturen der aktuellen Trasse bis hin zu Neutrassierungen reichen.

Große Eingriffe in Riffian und Saltaus

Die größten Eingriffe stellen die vorgesehen Ortsumfahrungen der Ortschaften Riffian und Saltaus dar. Als weitere größere Maßnahme ist eine Brücke über das Fineletal in der Gemeinde Tirol vorgesehen.

Die Studie wurde bei einem Treffen im Rathaus von Riffian mit den Bürgermeistern der Gemeinden Tirol, Kuens, Riffian, St. Martin, St. Leonhard, Moos und dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt besprochen. Neben Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Tommasini nahmen auch der Abteilungsdirektor der Landesabteilung Tiefbau, Gustavo Mischi, der Direktor des Landesamts für Straßenbau West, Günther Kiem, Direktor des Landesbautenressorts Paolo Montagner, Direktor des Landesressort für Mobilität Valentino Pagani und der Landesamtsdirektor für Straßendienst Burggrafenamt Philipp Sicher an dem Treffen teil.

Kompatscher erklärte, die Studie solle als Diskussionsbasis und Denkanstoß dienen.

Umsetzung Schritt für Schritt, je nach Priorität

 "Die Umsetzung der Maßnahmen kann Schritt für Schritt, je nach Priorität erfolgen, da elf in Planung und Umsetzung voneinander unabhängige Baulose dafür vorgesehen sind. Grundvoraussetzung für die Durchführung ist ein Konsens für die Ausbauarbeiten", erklärte Kompatscher.   

Die überschlägigen Kosten für das Projekt betragen je nach Variante maximal 80 Millionen Euro. Eine genaue Berechnung der Kosten kann erst nach entschiedenem Trassenverlauf, detaillierten Planungen und Vermessungen erfolgen.

stol/lpa/ker

stol